Verbraucherschützer entlarven: Gefährliche Produkte bleiben auf Online-Marktplätzen erhältlich
Sofia ReisingVerbraucherschützer entlarven: Gefährliche Produkte bleiben auf Online-Marktplätzen erhältlich
Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) deckt auf: Online-Marktplätze setzen EU-Produktsicherheitsregeln nur unzureichend um
Eine aktuelle Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt, wie schlecht Online-Marktplätze die EU-Vorschriften zur Produktsicherheit durchsetzen. Die Studie offenbart erhebliche Lücken bei der Sperrung gefährlicher Artikel. Dadurch bleiben unsichere Waren trotz Eintrag in offiziellen Datenbanken auf Shopping-Plattformen erhältlich.
Im November 2025 löschten die fünf größten deutschen Online-Handelsplattformen fast 70 Millionen Produktangebote. Davon wurden 30 Millionen als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft. Die Zahlen stammen aus einer EU-Datenbank, die die Löschungen durch Online-Händler erfasst.
Die Analyse des vzbv förderte ein zentrales Problem zutage: Der Abgleich zwischen der EU-Datenbank und den Angeboten auf den Marktplätzen funktioniert nur unvollständig. Durch diese Lücke bleiben gefährliche Produkte weiterhin käuflich. Die Verbraucherschützer fordern nun schärfere Kontrollen.
Laut vzbv müssten unsichere Artikel bereits vor ihrer Veröffentlichung blockiert werden. Derzeit gelangen viele Angebote erst nach Meldungen oder manuellen Prüfungen in den Fokus. Die Organisation plädiert für präventive Kontrollen, um Verbraucher besser vor Schaden zu bewahren.
Die Studie unterstreicht die anhaltenden Risiken für Online-Käufer. Allein in einem Monat wurden 30 Millionen unsichere Angebote entfernt – ein deutlicher Beleg für das Ausmaß des Problems. Mit der Forderung nach Vorab-Prüfungen will der vzbv die Kluft zwischen EU-Datenbeständen und der Umsetzung auf den Plattformen schließen.






