Verdi ruft zu Warnstreiks bei AOK Baden-Württemberg auf – Löhne im Fokus
Tomislav PaffrathVerdi ruft zu Warnstreiks bei AOK Baden-Württemberg auf – Löhne im Fokus
Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks bei den AOK-Geschäftsstellen in ganz Baden-Württemberg aufgerufen. Die Beschäftigten werden jeweils für einen Tag die Arbeit niederlegen, um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Aktion folgt auf gescheiterte Verhandlungen mit den Arbeitgebern in der vergangenen Woche.
Die AOK Baden-Württemberg beschäftigt rund 11.500 Mitarbeiter in 14 Regionaldirektionen, der Zentrale sowie der IT-Tochter ITSCare. Von den Streiks betroffen sein werden elf dieser Regionalstellen, außerdem die Hauptverwaltung und ITSCare. Die Belegschaft versorgt täglich 4,6 Millionen Versicherte in der Region.
Verdi pocht auf eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent, mindestens jedoch 375 Euro mehr über einen Zeitraum von zwölf Monaten. Bei der ersten Tarifrunde unterbreiteten die Arbeitgeber kein Angebot. Einige der Streiks fallen zusammen mit bereits geplanten Kundgebungen von Beschäftigten im öffentlichen Dienst.
Die nächsten Verhandlungen sind für den 17. und 18. Februar angesetzt. Bis dahin will die Gewerkschaft mit weiteren kurzfristigen Arbeitsniederlegungen Druck ausüben.
Die Warnstreiks werden die Dienstleistungen für Millionen AOK-Kunden in Baden-Württemberg beeinträchtigen. Da bisher keine Fortschritte in den Gesprächen erzielt wurden, kehren beide Seiten später in diesem Monat an den Verhandlungstisch zurück. Das Ergebnis wird entscheiden, ob es zu weiteren Arbeitskämpfen kommt.






