10 April 2026, 16:32

Volksfeste, Fischerei und Herrenschneiderei: Deutschlands neues Kulturerbe

Ein belebter Weihnachtsmarkt in Nürnberg, Deutschland mit Menschen um geschmückte Stände, festliche Lichter, ein Riesenrad, Gebäude und eine Tafel mit Text auf der rechten Seite.

Volksfeste, Fischerei und Herrenschneiderei: Deutschlands neues Kulturerbe

Deutschland hat neue Traditionen in seine Liste der geschützten Kulturgüter aufgenommen. Zu den jüngsten Ergänzungen zählen die Schaustellerkultur auf Volksfesten, die Fischerei in der Ostsee sowie die Herrenschneiderei. Beamte bezeichneten den Schritt als Meilenstein für das kreative und inklusive Erbe des Landes.

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Die Entscheidung hat jedoch auch Kontroversen ausgelöst. Einige Projekte – wie ein Übersetzungsprogramm für palästinensische Autorinnen und Autoren – wurden nicht berücksichtigt, während andere, etwa die Bratwurst eines SPD-Festivals, keine Förderung erhielten.

Die Kultusministerkonferenz, gemeinsam mit dem Staatsminister für Kultur, Wolfram Weimer, und der Deutschen UNESCO-Kommission, gab die neuen Eintragungen bekannt. Die Liste umfasst nun 160 Traditionen – von den Laternenumzügen zu St. Martin im Rheinland bis hin zum Straßenfußball auf dem Bolzplatz. Auch die Schausteller auf Volksfesten und das Handwerk der Herrenschneiderei wurden für ihren kulturellen Wert gewürdigt.

Weimer wendet bei der Genehmigung staatlich geförderter Projekte strenge Kriterien an. Kürzlich strich er eine Übersetzungsinitiative für palästinensische Schriftsteller aus dem Berliner Hauptstadtkulturfonds. Diese Entscheidung sowie die Ablehnung der Bratwurst beim Sommerfest der SPD führten zu Protesten von Kulturministern und Senatoren in acht SPD-geführten Bundesländern.

Trotz der Kritik unterstreichen die neu aufgenommenen Traditionen die Vielfalt des deutschen Kulturerbes. Die Ostseefischerei etwa spiegelt regionale Identität wider, während die handwerkliche Schneiderei jahrhundertealtes Können zeigt. Offizielle Stellen betonten, die Anerkennung sei ein Schritt zur Bewahrung sowohl traditioneller als auch sich wandelnder kultureller Praktiken.

Die aktualisierte Liste schützt nun 160 deutsche Traditionen – von lokalen Festen bis hin zu handwerklichen Berufen. Die Auswahl folgt Weimers Förderrichtlinien, auch wenn einige Ausgrenzungen auf Kritik gestoßen sind. Die anerkannten Bräuche und Fertigkeiten werden im Rahmen der laufenden Bemühungen zur Kulturbewahrung des Landes unterstützt.

Quelle