28 April 2026, 21:14

Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen und streicht 1.500 Stellen

Balkendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Daten über die insgesamt betroffenen Unternehmen und die wirtschaftliche Erholung.

Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen und streicht 1.500 Stellen

Wacker Chemie meldet schwieriges Jahr 2025 mit Umsatzrückgang und hohem Verlust

Die Wacker Chemie hat für das Jahr 2025 ein schwieriges Geschäftsergebnis vorgelegt: Die Umsätze gingen zurück, und das Unternehmen verzeichnete einen deutlichen Nettoverlust. Der Chemiekonzern hatte mit schwacher Nachfrage, hohen Kosten und starkem Wettbewerb zu kämpfen und sieht sich daher zu umfangreichen Sparmaßnahmen gezwungen. Im Rahmen des größten Einsparprogramms der Unternehmensgeschichte sollen nun über 1.500 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Der Gesamtumsatz sank 2025 um 4 % auf 5,49 Milliarden Euro. Noch stärker fiel das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) um 43 % auf 427 Millionen Euro. Mit einem Nettoverlust von minus 805 Millionen Euro belasteten vor allem Sonderaufwendungen und Wertberichtigungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro die Bilanz.

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Rückläufige Absatzmengen, sinkende Preise und nicht ausgelastete Produktionsanlagen trugen zum Rückgang bei. Hohe Energiekosten in Deutschland verschärften die Situation zusätzlich. Infolgedessen wird für das Jahr 2025 keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet.

Als Reaktion auf die Krise startete Wacker Chemie im Oktober 2025 das Programm PACE, mit dem die jährlichen Kosten um mehr als 300 Millionen Euro gesenkt werden sollen. Der Großteil der 1.500 Stellenstreichungen wird die deutschen Standorte betreffen.

Für 2026 erwartet das Unternehmen eine leichte Erholung. Der Umsatz soll im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen, das EBITDA werde voraussichtlich ähnlich entwickeln. Für das erste Quartal 2026 wird ein Umsatz von etwa 1,35 Milliarden Euro prognostiziert, das EBITDA soll zwischen 140 und 160 Millionen Euro liegen.

Die Ergebnisse für 2025 unterstreichen die Herausforderungen, vor denen die Chemieindustrie steht. Wacker Chemie konzentriert sich nun auf Kostensenkungen und operative Effizienz, um die Finanzen zu stabilisieren. Die Aktionäre müssen für das laufende Jahr auf eine Ausschüttung verzichten, während das Unternehmen an seiner Erholung arbeitet.

Quelle