09 May 2026, 04:29

Warum Berlins Rolltreppen-Regel die Gemüter erhitzt

Eine Treppe in einer U-Bahn-Station mit einem Schild, das oben 'Reise, wenn du wagst' trägt, flankiert von Geländern und sichtbaren Stationwänden im Hintergrund.

Warum Berlins Rolltreppen-Regel die Gemüter erhitzt

Berlins Rolltreppen folgen einer unausgesprochenen Regel: rechts stehen, links gehen. In einer Stadt, in der Zeit wie eine inoffizielle Währung wirkt, sorgt dieses System für einen reibungslosen Fußgängerfluss. Doch wer es ignoriert, erntet schnell genervte Blicke.

Das Problem sind die sogenannten Linkssteher – Menschen, die die schnelle Spur blockieren, indem sie einfach auf der linken Seite stehen bleiben. Für viele stört diese kleine Geste den Rhythmus des Alltags. Der Autor beschreibt sie als Zusammenprall von Hektik und Gleichgültigkeit, bei dem schon wenige Sekunden Verzögerung wie eine große Unannehmlichkeit wirken können.

In einer Stadt, in der Effizienz oft Priorität hat, summieren sich diese kleinen Hindernisse. Der Autor gibt zu, dass ihn Linkssteher besonders aufregen, weil sie ohne erkennbaren Grund diejenigen ausbremsen, die es eilig haben. Was für den einen eine harmlose Entscheidung sein mag, untergräbt für andere die ungeschriebene Ordnung, die die Stadt am Laufen hält.

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Die Rolltreppen-Regel spiegelt Berlins Tempo wider, in dem selbst kleine Verzögerungen groß wirken. Links zu stehen mag unbedeutend erscheinen, doch es schafft unnötige Reibung in einer Stadt, die Bewegung schätzt. Vorerst gilt die Konvention weiter: Rechts stehen, links gehen – oder riskieren, die Leute hinter sich zu verärgern.

Quelle