09 June 2026, 04:28

Warum Deutschlands E-Auto-Förderung 2016 grandios scheiterte

E-Auto-Kaufprämie noch immer nicht ausgezahlt

Warum Deutschlands E-Auto-Förderung 2016 grandios scheiterte

Deutschland startete sein Förderprogramm für Elektrofahrzeuge Anfang Juli 2016, um die Verbreitung zu beschleunigen. Die Initiative bot finanzielle Unterstützung für Käufer von rein elektrischen Autos und Plug-in-Hybridfahrzeugen. Doch bereits Mitte 2017 blieb die Nachfrage deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen der Regierung zurück.

Die Prämie umfasste 4.000 Euro für vollelektrische Fahrzeuge und 3.000 Euro für Plug-in-Hybride. Sie galt zudem rückwirkend für Autos, die nach dem 18. Mai 2016 erworben worden waren. Bis Ende Juni 2017 waren jedoch nur 23.024 Anträge bundesweit eingereicht worden.

Davon entfielen 13.080 auf rein elektrische Modelle, während 9.937 Plug-in-Hybride betrafen. Privatpersonen stellten 10.150 Anträge, der Großteil der restlichen Beantragungen kam von Unternehmen. Die nicht genutzten Mittel des Programms sollten bis Juni 2019 verfallen.

Ursprünglich hatten Beamte gehofft, die Förderung würde mindestens 300.000 Verkäufe anschieben. Selbst das Ziel von einer Million Elektroautos auf deutschen Straßen bis 2020 wurde ausgegeben. Doch hohe Kosten, eine unzureichende Ladeinfrastruktur und geringe Reichweiten bremsten den Fortschritt, wie Andreas Obersteller, Präsident des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), erklärte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Wirkung der Subvention blieb im Vergleich zu den anfänglichen Prognosen bescheiden. Mit weniger als 25.000 Anträgen im ersten Jahr gelang es dem Programm kaum, die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen. Angesichts anhaltender Herausforderungen gab die Regierung ihr ehrgeiziges Ziel für 2020 schließlich auf.

Quelle