18 April 2026, 18:31

Wehrpflicht kehrt zurück: Warum junge Männer wie Moritz zögern, zur Bundeswehr zu gehen

Eine Gruppe von Männern in Militäruniformen marschiert die Straße entlang, einer hält einen Stock in der Hand, mit Text unten: "Zusätzliche Miliz, für zwanzig Tage Vergnügen herausgekommen."

Wehrpflicht kehrt zurück: Warum junge Männer wie Moritz zögern, zur Bundeswehr zu gehen

Deutschland hat die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt – beginnend mit den Männern des Jahrgangs 2008. Der Schritt erfolgt, während die Bundeswehr ihre Reihen auf 260.000 aktive Soldaten und 200.000 Reservisten ausbauen will. Doch nicht alle jungen Männer sind bereit, ihren Dienst anzutreten.

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Alle Männer, die 2008 oder später geboren wurden, müssen nun einen Online-Fragebogen ausfüllen. Dieser prüft ihre Motivation und körperliche Eignung für den Wehrdienst. Einige könnten anschließend zu persönlichen Eignungstests eingeladen werden.

Zu den ersten Betroffenen gehören Moritz Gericke und Nico Freudensprung, beide Jahrgang 2008. Sie stehen dem Dienst in der Bundeswehr skeptisch gegenüber. Nico betont, dass viele junge Menschen schlichtweg nicht in den Krieg ziehen wollen. Gleichzeitig schlägt er vor, dass eine bessere Bezahlung den Wehrdienst attraktiver machen könnte.

Ein Freund von ihnen hat sich bereits freiwillig für die Grundausbildung gemeldet – mit dem Ziel, zur Gebirgsinfanterie zu stoßen. Doch die meisten ihrer Altersgenossen teilen die gleiche Zurückhaltung. Die Wehrpflicht wird nur dann durchgesetzt, wenn die freiwilligen Meldungen die geplanten Zahlen nicht erreichen.

Der Plan der Bundeswehr setzt zunächst auf freiwillige Bewerbungen. Reichen diese nicht aus, greift die allgemeine Dienstpflicht. Ob die geplante Aufstockung gelingt, hängt davon ab, wie viele junge Männer wie Moritz und Nico sich letztlich für den Dienst entscheiden.

Quelle