31 March 2026, 16:41

Weihnachtsgeschäft: Warum Deutsche immer öfter zur Karte statt zum Bargeld greifen

Menschen, die durch einen Weihnachtsdekorationen Einkaufszentrum mit beleuchteten Bäumen, Weihnachtsdekorationen und einer Deckenanzeigetafel gehen, einige mit Einkaufstaschen.

Weihnachtsgeschäft: Warum Deutsche immer öfter zur Karte statt zum Bargeld greifen

Deutsche Kundschaft setzt in der Weihnachtszeit zunehmend auf Kartenzahlungen statt Bargeld

Während die Innenstädte belebt sind und die Weihnachtslichter leuchten, werden immer mehr Einkäufe mit einem schnellen Tippen oder Wischen erledigt. Hinter diesem Wandel steht das girocard-System – ein heimisches Debitkartennetz, das von Banken und Sparkassen getragen wird.

Noch 2010 war Bargeld in Deutschland unangefochten: Rund 80 Prozent aller Einzelhandelszahlungen wurden damit getätigt. Bis 2023 sank dieser Anteil auf etwa 50 Prozent – beschleunigt durch kontaktlose Kartenzahlungen, mobile Geldbörsen und den digitalen Schub während der Pandemie. Allein im vergangenen Jahr wurden über 300 Milliarden Euro Umsatz – 61,8 Prozent des gesamten Einzelhandelsvolumens – per Karte bezahlt.

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Für Händler bleibt die girocard wegen der geringen Gebühren und der flächendeckenden Akzeptanz die bevorzugte Wahl. Das System wird von der EURO Kartensysteme GmbH gesteuert, die die Interessen von Banken und Händlern in Einklang bringt. Doch steigende Transaktionskosten für digitale Zahlungen setzen kleine Unternehmen unter Druck, besonders da internationale Debitkarten die Gebühren um bis zu 50 Prozent erhöhen könnten, falls sie die girocard verdrängen.

Trotz der Vorteile von Kartenzahlungen halten sich bei vielen Verbrauchern noch immer falsche Vorstellungen: Zwei Drittel glauben fälschlicherweise, Bargeld sei für Händler die günstigste Option. Studien zeigen jedoch, dass über drei Viertel der Kundschaft die Zahlungsmethode wählen würden, die den Geschäften am meisten nützt – wenn sie die tatsächlichen Auswirkungen kennen würden.

Während die girocard und digitale Zahlungsmethoden die Kassen dominieren, setzt sich der Rückgang des Bargelds fort. Mit dem Weihnachtsgeschäft in vollem Gange wächst der Druck auf Händler durch steigende Gebühren. Die Wahl des Zahlungsmittels – ob Karte oder Bargeld – hat heute mehr Gewicht denn je, für Kundschaft und Unternehmen gleichermaßen.

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