Weißstörche in Hessen gefährden Strommasten – Behörden handeln gegen riskante Nistplätze
Tomislav PaffrathWeißstörche in Hessen gefährden Strommasten – Behörden handeln gegen riskante Nistplätze
Weißstörche in Hessen bauen vermehrt Nester auf Strommasten und Bahnanlagen – Behörden lenken um
In Hessen entscheiden sich Weißstörche immer häufiger dafür, ihre Nester auf Strommasten und Eisenbahnanlagen zu bauen. Dieser Trend wirft Sicherheitsbedenken auf und verursacht hohe Kosten durch Schäden. Nun ergreifen die Behörden Maßnahmen, um die Vögel in sichere, naturnähere Lebensräume umzulenken.
Die Population der Weißstörche in Hessen wächst – und damit auch die Zahl der Nester auf Strommasten. Besonders betroffen sind die Landkreise Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig, wo in diesem Jahr ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen ist. Doch nicht nur die Strominfrastruktur ist betroffen: Auch auf Bahnanlagen bauen die Störche zunehmend ihre Horste.
Die bis zu mehrere hundert Kilogramm schweren Nester gefährden die Standfestigkeit der Masten. Zudem bergen sie Risiken wie Brände und Kurzschlüsse, die bei Netzbetreibern Millionenschäden verursachen. Doch auch für die Vögel selbst sind die Gefahren groß: Stromschläge und tödliche Unfälle drohen ständig.
Um das Problem in den Griff zu bekommen, werden Nester von den Masten entfernt und Abschreckungsmaßnahmen – darunter windbetriebene Vorrichtungen – installiert. Diese zeigen bereits Wirkung, indem sie die Störche davon abhalten, zurückzukehren. Die Deutsche Bahn setzt unterdessen auf eine präventive Strategie, die technische Schutzvorkehrungen mit der Abstimmung von Naturschutzbehörden verbindet.
Langfristig geht es darum, den Störchen die Gewohnheit abzugewöhnen, auf von Menschen geschaffenen Strukturen zu nisten. Stattdessen sollen sie wieder hohe Bäume und andere natürliche Standorte bevorzugen. Eine dauerhafte Lösung erfordert den Ausgleich zwischen Betriebssicherheit und Artenschutz.
In ganz Hessen laufen derzeit Bemühungen, die Störche davon abzuhalten, Strommasten und Bahnstrecken als Nistplätze zu nutzen. Durch das Entfernen von Nestern und den Einsatz von Abschreckungsmitteln wollen die Behörden die Risiken für Vögel und Infrastruktur verringern. Das übergeordnete Ziel bleibt, die Betriebssicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig den Schutz der wachsenden Storchpopulation in der Region langfristig zu sichern.






