30 April 2026, 08:36

Wiesbaden zeigt Licht und Schatten: Wie sicher fühlen sich LGBTQ+-Personen wirklich?

Eine Frau in einem weißen Hemd steht entschlossen vor einer Wand und hält ein Schild hoch, auf dem in fetter schwarzer Schrift 'LGBTQ+ Lives Matter' steht.

Wiesbaden zeigt Licht und Schatten: Wie sicher fühlen sich LGBTQ+-Personen wirklich?

Wiesbaden veröffentlicht Ergebnisse der ersten Umfrage zu LGBTQ+-Sicherheit und Erfahrungen in der Stadt

Über 200 Menschen haben in der ersten Umfrage Wiesbadens zu Sicherheit und Alltagserfahrungen von LGBTQ+-Personen ihre Sichtweisen geteilt. Die Befragung beleuchtet sowohl Fortschritte als auch anhaltende Sorgen – besonders im Umgang mit homophober und transphober Gewalt. Die Ergebnisse zeigen: Während sich viele tagsüber sicher fühlen, wächst die Unsicherheit mit Einbruch der Dunkelheit.

Die von der Stadt durchgeführte Erhebung konzentrierte sich auf verbale Angriffe, Drohungen, körperliche Gewalt und sexuelle Belästigung. Viele Befragte berichteten von solchen Vorfällen, erstatteten jedoch selten Anzeige. Als Hauptgrund für das Schweigen nanen sie Unkenntnis über die Meldewege.

Besonders unsichere Orte wurden in der Innenstadt, im Westend-Viertel, auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs sowie an Bushaltestellen ausgemacht. Trotz dieser Bedenken stießen bestehende Maßnahmen wie das Hissen der Regenbogenflagge und die Förderung des Christopher-Street-Day-Umzugs auf positive Resonanz bei den Teilnehmenden.

Als Reaktion darauf kündigte das Polizeipräsidium Westhessen an, stärker gegen LGBTQ+-feindliche Straftaten vorzugehen. Zudem soll das Vertrauen in die Behörden innerhalb der Community gestärkt werden. Die Stadt plant zudem, spezielle Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu benennen, die Opfer von Hasskriminalität gleichberechtigt unterstützen.

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Bürgermeisterin Christiane Hinninger nahm die Umfrageergebnisse zur Kenntnis und versprach, gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit zu entwickeln.

Die Studie bietet ein klareres Bild der Lebensrealität von LGBTQ+-Personen in Wiesbaden – sie zeigt, wo sich Menschen sicher fühlen und wo Risiken bestehen. Mit neuen Unterstützungsangeboten und polizeilichen Zusagen arbeitet die Stadt nun daran, die aufgeworfenen Probleme anzugehen. Im nächsten Schritt geht es darum, das Feedback in konkrete Handlungen umzusetzen.

Quelle