27 March 2026, 06:29

Wiesbadens Grüne wollen bis 2030 die barrierefreie Stadt verwirklichen

Schwarze und weiße Stadtkarte mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes Nahverkehrsprojekt" auf der linken Seite, die Straßen, Autobahnen und andere Merkmale zeigt.

Wiesbadens Grüne wollen bis 2030 die barrierefreie Stadt verwirklichen

Die Wiesbadener Grünen präsentieren Plan für barrierefreies Leben bis 2030

Die Grünen in Wiesbaden haben ein Maßnahmenpaket vorgestellt, um die Stadt bis 2030 inklusiver und barrierefreier zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen Verbesserungen in städtischen Räumen, Arbeitsplätzen und bei öffentlichen Veranstaltungen – insbesondere für Menschen mit Behinderungen und Senioren. Die Parteivorsitzende Uta Brehm will Wiesbaden damit zum Vorbild für Inklusion in ganz Deutschland machen.

Ziel der Grünen ist es, Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen der Stadt zu verankern. Ein zentraler Vorschlag ist die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die sicherstellt, dass Inklusion bei jeder Entscheidung berücksichtigt wird. Diese Gruppe soll Stadtplanung, Sozialpolitik und öffentliche Projekte bereits in der Planungsphase prüfen, bevor sie umgesetzt werden.

Zudem plant die Partei, Arbeitgeber auszuzeichnen, die besonders inklusiv einstellen. Ein jährlicher Preis soll Unternehmen würdigen, die aktiv Menschen mit Behinderungen beschäftigen. Parallel dazu ist ein eigener Fonds vorgesehen, der barrierefreie Veranstaltungen und bauliche Anpassungen fördert.

Auch die Bürgerbeteiligung spielt eine wichtige Rolle. Bei den anstehenden Veranstaltungen der Reihe "Digitaler Arbeitsraum Zukunft" gehen es um Themen wie Sport, Verkehr und digitale Infrastruktur. Die Termine sind für alle offen und können online über GoToMeeting oder telefonisch verfolgt werden. Die Grünen betonen, dass Barrierefreiheit gleichberechtigte Teilhabe für alle bedeutet – unabhängig von einer Behinderung.

In der Stadtplanung soll Barrierefreiheit künftig Vorrang vor dem Denkmalschutz haben, wo es notwendig ist. Ziel ist es, Straßen, Gebäude und Dienstleistungen so zu gestalten, dass sie für alle nutzbar sind – auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder sensorischen Beeinträchtigungen. Zwar liegen keine genauen Zahlen zur Zahl der Menschen mit Behinderungen in Wiesbaden vor, doch bundesweit erhalten laut Statistik über 520.000 Menschen wegen verminderter Erwerbsfähigkeit Unterstützung (Stand: 2025).

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Zu den Vorschlägen der Grünen gehören die Arbeitsgruppe, Auszeichnungen für inklusive Arbeitgeber sowie ein Fonds für barrierefreie Umbauten. Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnten sie die Infrastruktur und Politik Wiesbadens in den nächsten sechs Jahren grundlegend verändern. Die Vision der Partei zielt auf gleichen Zugang zu Arbeitsplätzen, öffentlichen Räumen und dem gesellschaftlichen Leben ab.

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