Wolfenbüttel senkt als erste Kommune Niedersachsens die Kita-Gruppengrößen
Sofia ReisingWolfenbüttel senkt als erste Kommune Niedersachsens die Kita-Gruppengrößen
Wolfenbüttel ist die erste Kommune in Niedersachsen, die per offiziellen Ratsbeschluss die Gruppengrößen in Kitas verringert hat. Die Änderungen treten im laufenden Kindergartenjahr in Kraft. Nach Angaben der Verantwortlichen soll die Maßnahme es dem Personal ermöglichen, sich intensiver um jedes einzelne Kind zu kümmern.
Die neuen Regelungen sehen vor, dass die maximale Kinderzahl in Krippengruppen von 15 auf 14 sinkt. In Kindergartengruppen reduziert sich die Zahl von 25 auf 24 Kinder, während in Hortgruppen die Obergrenze von 20 auf 19 gesenkt wird. Die Kita-Leitungen überwachen die Einhaltung der Vorgaben, wobei in begründeten pädagogischen Fällen Ausnahmen möglich sind.
Der Beschluss folgt Forderungen von Kita-Leitungen und Elternvertretern nach kleineren Gruppen. Zudem passt er zum Demografieprogramm "Chancen 2030" der Stadt, das im Dezember 2021 verabschiedet wurde. Das Programm reagiert auf sinkende Geburtenraten und eine geringere Nachfrage nach Betreuungsplätzen.
Ziel der Verringerung ist es, die individuelle Förderung jedes Kindes zu verbessern. Die kleineren Gruppen gelten nun in allen Wolfenbütteler Krippen, Kindergärten und Horten. Der Ratsbeschluss könnte für andere Kommunen in der Region richtungsweisend sein.






