"Worüber Jüdinnen und Juden sprechen": Ein Buch zeigt die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland
Alan Junk"Worüber Jüdinnen und Juden sprechen": Ein Buch zeigt die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland
Ein neues Buch mit dem Titel "Worüber Jüdinnen und Juden sprechen: Zehn Gespräche aus Deutschland" wirft einen frischen Blick auf das jüdische Leben im Land. Verfasst von Joshua Schultheis und Mascha Malburg, präsentiert es acht jüdische Stimmen in zehn Dialogen, die unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven widerspiegeln. Die Autoren möchten damit über den üblichen engen Fokus hinausgehen, der die öffentliche Wahrnehmung jüdischer Gemeinden in Deutschland oft einschränkt.
Joshua Schultheis arbeitet als politischer Redakteur bei der "Jüdischen Allgemeinen". Seine Koautorin, Mascha Malburg, schreibt seit 2023 für dieselbe Zeitung und berichtet über Politik, Gesellschaft und Religion. Zuvor hatte sie Politkwissenschaft und Soziologie studiert und ihre Abschlussarbeit über Hannah Arendts Revolutionstheorie verfasst.
Das im Hentrich & Hentrich Verlag erschienene Buch hinterfragt die gängige Darstellung jüdischer Menschen in Deutschland. Häufig werden sie nur in Momenten nationaler Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus oder bei Eskalationen im Nahen Osten wahrgenommen. Indem die Autoren vielfältige Perspektiven zusammenbringen, hoffen sie, ein umfassenderes Bild des zeitgenössischen jüdischen Lebens zu zeichnen.
Dinah Riese, Leiterin der Inlandsressorts der "Jüdischen Allgemeinen", moderierte die im Buch dokumentierten Gespräche. Diese Diskussionen zeigen die Vielfalt und Komplexität jüdischer Erfahrungen auf und gehen über die begrenzten Erzählungen hinaus, die sonst die öffentliche Debatte prägen.
Die Sammlung vermittelt ein breiteres Verständnis des jüdischen Lebens in Deutschland heute. Anhand von zehn Dialogen fängt das Buch eine Bandbreite an Stimmen ein, die die Diversität der Gemeinschaft widerspiegeln. Es ist ein Schritt hin zur Anerkennung der vielen Facetten jüdischer Identität jenseits der üblichen öffentlichen Erzählmuster.






