27 June 2026, 12:21

AfD-Podium in Spandau: Schülerproteste gegen rechtsextreme Rhetorik in Schulen

Schulwahlveranstaltungen

AfD-Podium in Spandau: Schülerproteste gegen rechtsextreme Rhetorik in Schulen

Die AfD ist seit 2016 im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten und hält derzeit mit 18 Prozent der Stimmen den zweitgrößten Sitzanteil. Abgeordnete dort erhalten ein Monatsgehalt von 8.161 Euro sowie eine Aufwandsentschädigung von 3.000 Euro. Kürzlich sorgte ein Schulauftritt der Partei für Aufsehen.

Schülerinnen und Schüler der TIEM-Oberschule im Berliner Bezirk Spandau protestierten gegen die Teilnahme der AfD an einer Podiumsdiskussion. Trotz der Kritik fand die Veranstaltung statt. Gegner warfen der Partei vor, die Gelegenheit für Propaganda statt für eine sachliche Debatte genutzt zu haben.

Die AfD wirbt gezielt um junge Wähler, darunter auch 16- und 17-Jährige, die bei der Wahl am 20. September erstmals wahlberechtigt sind. Ihre Rhetorik ist häufig von feindseligen Äußerungen gegen Migranten, queere Menschen und Frauen geprägt, die nicht ihrer Weltanschauung entsprechen. Berliner Schulen haben das Recht, Politiker auszuschließen, wenn deren Anwesenheit den Bildungszielen widerspricht.

Kritiker halten es für unverantwortlich, die AfD zu solchen Veranstaltungen einzuladen, und verweisen auf ihre rechtsextreme Ausrichtung. Sie sind der Meinung, dass ein Ausschluss der Partei von Schulveranstaltungen ein klares Signal gegen Extremismus sende.

Trotz der Kontroversen bleibt die AfD eine bedeutende politische Kraft in Berlin mit stabilen Umfragewerten. Ihr Ausschluss von Schulveranstaltungen spiegelt die anhaltenden Bedenken über ihren Einfluss auf junge Zielgruppen wider. Die Debatte zeigt die Spannung zwischen Meinungsfreiheit und dem Schutz von Schülerinnen und Schülern vor extremistischen Ansichten.

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