Berlin und Brandenburg kämpfen mit Hitze: Kirchen und Politik suchen Lösungen für kühle Rückzugsorte
Gordana GnatzBerlin und Brandenburg kämpfen mit Hitze: Kirchen und Politik suchen Lösungen für kühle Rückzugsorte
Kirchen und Politiker in Berlin und Brandenburg ergreifen Maßnahmen, um Anwohnern bei der Bewältigung steigender Temperaturen zu helfen. Bündnis 90/Die Grünen und lokale religiöse Gruppen schlagen vor, während Hitzewellen öffentlich zugängliche Kühlräume einzurichten. Doch Herausforderungen wie Finanzierung und Sicherheit bleiben bestehen.
Der Grünen-Politiker Werner Graf hat Museen und Ausstellungshallen mit Klimaanlagen aufgefordert, ihre Türen bei extremer Hitze kostenlos zu öffnen. Unterdessen haben katholische und evangelische Kirchen in der Region ihre Gemeinden dazu aufgerufen, zugängliche kühle Rückzugsorte für Bedürftige bereitzustellen.
Viele Kirchen in Berlin und Brandenburg bleiben aufgrund ihrer Bauweise von Natur aus kühl. Die Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg ist dank ehrenamtlicher Helfer täglich geöffnet. Auch die Marienkirche am Fernsehturm hat täglich geöffnet – unterstützt durch einen hauptamtlichen Küster und regelmäßige Touristenströme.
Trotz dieser Bemühungen sind nur 13 evangelische Kirchen an jedem Wochentag als Hitzeschutzräume zugänglich. Die Wichern-Kirche im Norden Spandaus steht zur Verfügung, verzeichnet aber noch keinen Anstieg an Schutzsuchenden. Die Lutherkirche in Spandaus Neustadt könnte Hilfe anbieten, hat jedoch mit Vandalismus zu kämpfen – selbst bei verschlossenen Türen. Begrenzte finanzielle Mittel erschweren es einigen Gemeinden zusätzlich, ihre Räume offen zu halten.
Die Opposition kritisiert den Senat, nicht genug kühle Rückzugsorte während Hitzewellen bereitzustellen. Kirchen und politische Gruppen arbeiten weiterhin an Lösungen, doch praktische Hindernisse bleiben. Die Verfügbarkeit von Kühlräumen bleibt in der Region ungleich verteilt.
