Berliner Polizist wegen gefälschtem Sportabzeichen und Betrugs angeklagt
Tomislav PaffrathBerliner Polizist wegen gefälschtem Sportabzeichen und Betrugs angeklagt
Ein Berliner Polizist sieht sich schweren Betrugsvorwürfen ausgesetzt, nachdem er ein gefälschtes Sportabzeichen vorgelegt hatte, um eine Beförderung zu erlangen. Der Fall hat disziplinarische Maßnahmen zur Folge und wird in einem bevorstehenden Prozess wegen mehrerer Anklagepunkte verhandelt. Die Täuschung soll die Polizei Tausende Euro an unrechtmäßigen Zahlungen gekostet haben.
Im Jahr 2020 gab der Beamte an, das Deutsche Sportabzeichen in Gold erworben zu haben. Auf Grundlage dieser gefälschten Urkunde wurde er befördert und erhielt eine Gehaltserhöhung. Allein dieser Vorfall kostete die Berliner Polizei etwa 7.700 Euro.
Bis Mai 2026 wird sich der finanzielle Schaden durch den Betrug voraussichtlich auf rund 11.600 Euro belaufen. Dem Beamten wird zudem vorgeworfen, in zwei getrennten Fällen Dienstunfähigkeit vorgetäuscht zu haben, um der Arbeit zu entgehen. Die Staatsanwaltschaft fordert nun die Rückzahlung von insgesamt etwa 19.300 Euro – sowohl für das falsche Abzeichen als auch für die zusätzlichen unberechtigten Ansprüche.
Der Polizist muss sich vor dem Amtsgericht Tiergarten in drei Fällen wegen gewerbsmäßigen Betrugs verantworten. Die Berliner Polizei hat bereits interne Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet. Im Prozess wird über die strafrechtliche Verantwortung des Beamten für den Betrug entschieden. Bei einer Verurteilung könnte er gezwungen sein, den von der Staatsanwaltschaft geforderten Gesamtbetrag zurückzuerstatten. Der Fall zeigt die finanziellen und operativen Folgen auf, die solche Täuschungen innerhalb der Polizeibehörde nach sich ziehen.






