Braunschweigs Händler leiden unter endlosen Baustellen – doch Hilfe lässt auf sich warten
Sofia ReisingBraunschweigs Händler leiden unter endlosen Baustellen – doch Hilfe lässt auf sich warten
Lokale Unternehmen in Braunschweig kämpfen mit langwierigen Bauarbeiten
Die anhaltenden Baustellen am Hagenmarkt, am Bültenweg und in der Helmstedter Straße belasten die ansässigen Betriebe schwer: Passantenbleiben aus, Parkplätze und Zufahrtswege fallen weg. Erst kürzlich debattierte der Stadtrat über einen Antrag, der die Probleme angehen soll.
Ursprünglich hatten die BIBS-Gruppe und Robert Glogowski beantragt, einen Baustellenfonds wieder einzurichten, um betroffene Unternehmen zu unterstützen. Während der Ratssitzung sprach sich Glogowski für den Antrag aus.
Kurz vor der Sitzung brachten die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen jedoch einen überraschenden Änderungsantrag ein. Die überarbeitete Version ersetzte den ursprünglichen Vorschlag und forderte stattdessen eine Evaluation der bisherigen Hilfsmaßnahmen. Auf dieser Grundlage sollen künftig finanzielle und nicht-finanzielle Unterstützungsinstrument für Unternehmen entwickelt werden – inklusive klarer Kriterien für deren Einsatz.
Der Änderungsantrag wurde angenommen und modifizierte damit Glogowskis ursprünglichen Antrag. Einige Ratsmitglieder, darunter Stefan Wirtz (AfD), kritisierten, dass der Zeitplan für konkrete Maßnahmen zu zögerlich sei. Die Ergebnisse der Evaluation sollen zunächst in die zuständigen Ausschüsse gehen, bevor sie in die Haushaltsberatungen für 2027/2028 einfließen.
Der Rat hat nun beschlossen, die Unterstützung für von Dauerbaustellen betroffene Unternehmen zu überprüfen. Die Evaluation wird die Grundlage für künftige Hilfsprogramme bilden. Ihre Ergebnisse werden in den nächsten Haushaltsplanungen berücksichtigt.
