20 June 2026, 00:27

Crack überholt Heroin: Großstädte fordern radikale Drogenpolitik-Reform

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Crack überholt Heroin: Großstädte fordern radikale Drogenpolitik-Reform

Crack hat Heroin als die am weitesten verbreitete illegale Droge in deutschen Großstädten abgelöst – darunter Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln und Dortmund. Der Anstieg des Crack-Konsums hat zu Forderungen nach neuen Lösungsansätzen geführt, um das Problem in den Griff zu bekommen.

In Köln wies Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) auf die zunehmenden Probleme rund um den Neumarkt hin, der sich mittlerweile zu einem zentralen Treffpunkt für Drogenabhängige entwickelt hat. Die Situation belastet Anwohner und Geschäftsleute erheblichem Maße. Unterdessen berichtete Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) von Abhängigen, die zu aggressivem Betteln, Diebstahl und Prostitution greifen, um ihre Crack-Sucht zu finanzieren.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzen sich beide Oberbürgermeister für eine Legalisierung des Handels mit harten Drogen unter kontrollierten Bedingungen ein. Ihr Vorschlag sieht vor, dass schwerstabhängige Konsumenten in medizinisch überwachten Zentren kleine Mengen harter Drogen kaufen und verkaufen dürfen. Diese Einrichtungen würden mit klarem, rechtlich abgesichertem Personal ausgestattet sein.

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Im Mai wandten sich Keller und Burmester in einem Schreiben an den nordrhein-westfälischen Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) und baten um eine Prüfung der rechtlichen Möglichkeiten für den Mikrohandel in Drogenkonsumräumen. Stephan Keller erklärte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass ihre Städte bereit seien, diesen Ansatz voranzutreiben. Ziel sei es, die Kriminalität zu verringern und den Druck auf den öffentlichen Raum zu mindern.

Die Oberbürgermeister streben die Schaffung spezieller Zonen an, in denen der Mikrohandel mit harten Drogen geduldet würde. Sie sind überzeugt, dass dies Abhängigen ein sichereres Umfeld bieten und gleichzeitig die sozialen und wirtschaftlichen Belastungen für die betroffenen Gemeinden verringern könnte.

Quelle