30 June 2026, 18:50

DAX: Vom Rekordcrash 1989 bis zum Wirecard-Skandal – eine Geschichte der Widerstandskraft

Wussten Sie, dass der DAX fast 'KISS' geheißen hätte?

DAX: Vom Rekordcrash 1989 bis zum Wirecard-Skandal – eine Geschichte der Widerstandskraft

Der DAX hat seit seiner Einführung 1988 zahlreiche Krisen durchstanden. Seine Widerstandsfähigkeit hat ihn zu einem Eckpfeiler der deutschen Finanzmärkte gemacht. Heute ist er der am meisten gehandelte Basiswert im deutschen Derivatemarkt.

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Der stärkste Tagesverlust des Index datiert auf den 16. Oktober 1989, als er um fast 13 Prozent einbrach. Dieser Crash folgte dem Scheitern der Finanzierung einer geplanten Übernahme von United Airlines. Eine weitere schwere Bewährungsprobe war das Platzen der Dotcom-Blase, in deren Verlauf der DAX ab März 2000 fast drei Jahre lang fiel.

2020 löste die COVID-19-Pandemie den schnellsten Crash der DAX-Geschichte aus. Innerhalb von weniger als vier Wochen verlor der Index etwa 40 Prozent seines Wertes. Noch im selben Jahr endete die Aufnahme von Wirecard in den DAX 2018 im Skandal, nachdem ein 1,9-Milliarden-Euro-Betrug aufgedeckt worden war – das Unternehmen wurde im August 2020 aus dem Index entfernt.

Als Reaktion auf den Wirecard-Skandal wurde der DAX 2021 von 30 auf 40 Unternehmen erweitert. Zudem führten strengere Berichtspflichten ein. Trotz seiner Bedeutung können Anleger den DAX nicht direkt kaufen, sondern müssen auf ETFs, Futures, Optionen oder andere Finanzprodukte zurückgreifen.

Der DAX hat Marktschocks, Skandale und rasante Erweiterungen überstanden. Er bleibt ein zentraler Gradmesser für deutsche Aktien und ein Favorit unter Derivatehändlern. Seine Entwicklung spiegelt sowohl die Stärken als auch die Verwundbarkeiten moderner Finanzsysteme wider.

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