Deutsche Bahn 2025: Mehr Umsatz, aber Milliardenverlust trotz Reformen
Deutsche Bahn verzeichnet gemischte Bilanz für 2025: Umsatzwachstum, aber anhaltende Verluste
Die Deutsche Bahn hat für das Jahr 2025 eine durchwachsene wirtschaftliche Entwicklung gemeldet: Während die Umsätze stiegen, bleiben die Verluste bestehen. Vorständin Evelyn Palla treibt nun eine umfassende Umstrukturierung voran, um die Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Auch die Bundesregierung unterstützt die Pläne mit Maßnahmen, um die Zuverlässigkeit im Schienennetz zu erhöhen.
Der Konzernumsatz stieg 2025 um drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis gab es eine deutliche Wende – es verbesserte sich um 630 Millionen Euro auf 297 Millionen Euro. Dennoch blieb das Nettoergebnis negativ: Nach Steuern verbuchte die Bahn einen Verlust von 2,3 Milliarden Euro.
Palla hat weitreichende Reformen angekündigt, um die Abläufe zu verschlanken. Der Vorstand wird verkleinert, Führungspositionen abgebaut, um eine schlankere Struktur zu schaffen. Bei der DB Cargo fallen 6.200 Stellen weg – fast ein Viertel der Belegschaft. Zudem wurden bereits unrentable Transportleistungen eingestellt. Die Maßnahmen sollen den Konzern langfristig in die Gewinnzone führen.
Bei der Pünktlichkeit setzt sich die Deutsche Bahn ein neues Ziel: Bis 2029 sollen 70 Prozent der Fernzüge planmäßig fahren – aktuell sind es 60 Prozent. Einen aktualisierten Fertigstellungstermin für den problembehafteten Bahnknoten Stuttgart 21 nannte Palla hingegen nicht; eine Aktualisierung soll erst im Sommer folgen.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder unterstützt die Reformen mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. Sein Ziel ist es, das gesamte Schienennetz in den kommenden Jahren zuverlässiger und pünktlicher zu machen.
Umstrukturierung mit Stellenabbau und Effizienzoffensive
Die Neuausrichtung der Deutschen Bahn sieht Stellenstreichungen, einen schlankeren Führungsapparat und eine stärkere Konzentration auf rentable Geschäfte vor. Die Pünktlichkeitsvorgaben im Fernverkehr wurden angehoben, während Großprojekte wie Stuttgart 21 weiterhin ohne verbindlichen Zeitplan bleiben. Die politische Rückendeckung unterstreicht den gemeinsamen Willen, das deutsche Schienennetz zu stabilisieren.






