Deutsche Bahn testet revolutionären Beton ohne Zement an Stützmauer in Kassel
Alan JunkDeutsche Bahn testet revolutionären Beton ohne Zement an Stützmauer in Kassel
Deutsche Bahn und die Universität Kassel testen klimafreundlichen Beton ohne Zement
Die Deutsche Bahn und die Universität Kassel erproben eine neue Art von zementfreiem Beton, der deutlich weniger CO₂ ausstößt als herkömmliche Varianten. Ein erster Praxistest findet an einer Stützmauer in der Nähe des ICE-Bahnhofs Kassel-Wilhelmshöhe statt.
Das Pilotprojekt wird von der DB InfraGO, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, in Zusammenarbeit mit Forschenden geleitet. Es ist Teil des Eisenbahnvorhabens „Kurve Kassel“, das vom Bundesverkehrsministerium gefördert wird. Im Mittelpunkt steht ein spezieller Beton, der bei der Herstellung deutlich weniger klimaschädliche Emissionen verursacht.
Der erste Testabschnitt entsteht an einer Stützmauer südlich des Bahnhofs Kassel-Wilhelmshöhe. Dort werden verschiedene Mischungen des CO₂-armen Betons aufgetragen und im Laufe des kommenden Jahres untersucht. Wissenschaftler der Universität Kassel begleiten das Vorhaben, um die Eignung des Materials für eine breitere Zulassung zu prüfen.
Zudem wird im Rahmen des Versuchs ein Kostenvergleich zwischen dem emissionsarmen Beton und herkömmlichem Material durchgeführt. Dies soll zeigen, ob die neue Methode nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch wirtschaftlicher ist.
Bei Erfolg könnte der innovative Beton künftig flächendeckend im Schienennetz der Deutschen Bahn eingesetzt werden. Ziel des Projekts ist es, Emissionen zu senken, ohne die Stabilität der Bauwerke zu beeinträchtigen. Eine Ausweitung der Nutzung hängt jedoch von den Ergebnissen dieser ersten Testphase ab.






