Deutsche-Bank-Chef fordert radikale Arbeitsmarktreformen vor Ost-Wahlen 2026
Alan JunkDeutsche-Bank-Chef fordert radikale Arbeitsmarktreformen vor Ost-Wahlen 2026
Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, fordert tiefgreifende Reformen des deutschen Arbeitsmarktes. Er plädiert dafür, dass Bürokräfte länger im Berufsleben bleiben sollten, und regt an, den Kündigungsschutz für Besserverdiener zu überprüfen. Seine Warnungen kommen zu einer Zeit, in der politische Verschiebungen in Ostdeutschland Sorgen über den wachsenden Einfluss der rechtsextremen AfD wecken.
Sewing verwies auf die im internationalen Vergleich hohen Krankheitsquoten in Deutschland, die er ungünstig mit der Schweiz vergleicht. Zudem forderte er die Politik auf, die strengen Kündigungsregelungen für gut verdienende Angestellte zu überdenken und eine breite Debatte über die wirtschaftliche Zukunft des Landes anzustoßen.
Die politische Stimmung in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hat sich deutlich zugunsten der AfD verschoben. In Sachsen-Anhalt führt die Partei mit 39 Prozent in den Umfragen – nur einen Prozentpunkt weniger als im Oktober 2025. In Mecklenburg-Vorpommern liegt sie mittlerweile vor der SPD-Linke-Koalition, die auf 37 Prozent kommt. Bei den für September 2026 anstehenden Landtagswahlen könnte das Abschneiden der AfD die regionale Machtverteilung grundlegend verändern.
Sewing warnte, eine von der AfD geführte Landesregierung würde dem internationalen Ansehen Deutschlands schaden. Zudem gebe es die Gefahr politischer Handlungsunfähigkeit, falls die Wahl zu einem zersplitterten Ergebnis führe. Faktoren wie die Weigerung der CDU, mit der AfD oder der Linken zusammenzuarbeiten, interne Streitigkeiten innerhalb der AfD sowie die Wählerbeteiligung könnten das Endergebnis maßgeblich beeinflussen.
Die bevorstehenden Wahlen werden zeigen, wie stark die AfD in Ostdeutschland wirklich ist. Sewings Forderung nach Arbeitsmarktreformen spiegelt die breiteren Sorgen um wirtschaftliche Stabilität und politischen Extremismus wider. Die Ergebnisse 2026 könnten entscheiden, ob der Rechtspopulismus weiter an Boden gewinnt oder ob die etablierten Parteien Widerstand leisten.
New survey data reveals 80% of Germans doubt state pensions will suffice, fueling reform debate
Christian Sewing's reform agenda gains urgency from recent findings showing deepening public pessimism about pensions. Key developments include:
- Over 80% of Germans now doubt state pensions will cover basic needs, up sharply from five years ago.
- Sick leave rates in Germany remain 2-3 times higher than Switzerland's, highlighting productivity concerns.
- Sewing estimates reforms will require 3-5 years of painful adjustments to stabilize systems.






