Deutschland bleibt bei Diesel und Benzin vorerst versorgt – doch Golf-Krise droht Engpässe
Sofia ReisingDeutschland bleibt bei Diesel und Benzin vorerst versorgt – doch Golf-Krise droht Engpässe
Die Diesel- und Kraftstoffversorgung in Deutschland bleibt nach Angaben des Wirtschaftsministeriums vorerst stabil. Laut Behörden deckt die inländische Produktion etwa 90 Prozent des Dieselbedarfs und nahezu den gesamten Benzinverbrauch. Dennoch bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich möglicher Lieferengpässe, falls sich die Spannungen im Golf weiter zuspitzen.
Das Wirtschaftsministerium sieht derzeit keine akute Gefahr einer physischen Knappheit. Die heimischen Raffinerien erzeugen sogar etwas mehr Benzin, als Deutschland verbraucht, was die Abhängigkeit von Importen verringert. Allerdings warnte der Minister vor einem möglichen Engpass Ende April oder im Mai, sollte sich der Konflikt im Golf weiter verschärfen.
Im schlimmsten Fall könnte eine länger andauernde militärische Auseinandersetzung im Nahen Osten mit einer Sperrung der Straße von Hormus einhergehen. Eine solche Entwicklung würde die globalen Ölströme stören und die Lieferketten belasten. Ein zusätzlicher Stopp der US-Kraftstoffexporte würde die Verfügbarkeit an deutschen Tankstellen weiter verschärfen.
US-Beamte, darunter Energieminister Wright und Innenminister Burgum, betonten, dass keine Exportbeschränkungen für Öl und Gas geplant seien. Mit diesen Aussagen soll die Marktstimmung angesichts der wachsenden Spannungen beruhigt werden. Unterdessen kritisierte der deutsche Abgeordnete Michael Kellner die optimistische Haltung der Regierung und warnte vor möglichen Erpressungsversuchen durch den früheren US-Präsidenten Donald Trump im Zusammenhang mit den Energielieferungen.
Aktuell reicht die deutsche Kraftstoffproduktion aus, um die Nachfrage zu decken. Doch das Risiko von Engpässen steigt, falls sich der Golf-Konflikt verschärft oder US-Exporte unerwartet ausbleiben. Die Regierung beobachtet die Lage weiterhin genau.






