17 April 2026, 18:36

SPD plant kapitalgedeckte Rente mit Milliardenfonds für Start-ups und Börsengänge

Altes deutsches Aktienzertifikat mit rotem Regierungsstempel, mit gedrucktem Text, Zahlen und zusätzlichen Stempeln auf altem Papier.

SPD plant kapitalgedeckte Rente mit Milliardenfonds für Start-ups und Börsengänge

Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um in Deutschland ein kapitalgedecktes Rentensystem einzuführen. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Gründungsfinanzierung zu stärken und schrittweise private Investitionen in die gesetzliche Rentenversicherung zu integrieren. Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, könnten sie die Finanzierung von Renten und Unternehmenswachstum im Land grundlegend verändern.

Im Mittelpunkt des Plans steht die Schaffung eines neuen "Bundesrentenfonds", der bis zu fünf Prozent seines Vermögens in Start-ups oder europäische Unternehmen investieren soll, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Anfangs würde dieser Fonds als freiwillige Ergänzung zu betrieblichen und privaten Altersvorsorgeplänen fungieren. Langfristig soll er jedoch dazu beitragen, die gesetzliche Rente in Deutschland mitzufinanzieren.

Darüber hinaus sieht der Entwurf vor, regulatorische Hürden abzubauen, um es Versicherungen und Pensionskassen zu erleichtern, in Start-ups zu investieren. Private Anleger sollen durch erweiterte Tranchen in Dachfonds besseren Zugang zu Wachstumsunternehmen erhalten. Zudem schlagen die Abgeordneten die Einführung von Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung vor, um Anreize für junge Unternehmen zu verstärken.

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Die Initiative knüpft an die bestehende WIN-Initiative an, eine öffentlich-private Partnerschaft, die ursprünglich bis 2030 insgesamt 12 Milliarden Euro für Start-up-Finanzierungen mobilisieren sollte. Die Abgeordneten gehen nun davon aus, dass das Volumen durch die Reformen auf 25 Milliarden Euro steigen könnte – noch innerhalb desselben Zeitrahmens. Die Vorlage erfolgt kurz nach der jüngsten Bundestagszustimmung zu Reformen der privaten Altersvorsorge und fällt in die Phase, in der die SPD ihre umfassendere Reformagenda finalisiert.

Der Plan passt zur übergeordneten Reformstrategie von SPD-Chef Lars Klingbeil und ergänzt die wirtschaftliche Vision der Partei um einen gezielten Fokus auf Start-ups. Würden die Reformen umgesetzt, ergäben sich für Pensionsfonds und private Investoren erweiterte Anlagechancen. Gleichzeitig könnte mehr Kapital in Start-ups fließen, während schrittweise Teile der gesetzlichen Rente in Richtung privater Finanzierung verlagert würden. Der Vorschlag steht nun zur weiteren Diskussion innerhalb der SPD und zur Prüfung im Gesetzgebungsverfahren an.

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