Deutschlands Viehwirtschaft im Wandel: Weniger Betriebe, mehr Großbestände
Alan JunkDeutschlands Viehwirtschaft im Wandel: Weniger Betriebe, mehr Großbestände
Deutschlands Viehwirtschaft hat im vergangenen Jahr bemerkenswerte Veränderungen erlebt. Die Bestände an Schweinen und Rindern haben sich verschoben – mit leichten Zunahmen, aber auch langfristigen Rückgängen. Auch die Zahl der Betriebe hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich verändert.
Stand Anfang Mai 2024 zählte Deutschland rund 21,0 Millionen Schweine. Das entspricht einem leichten Anstieg von 0,6 Prozent (131.100 Tiere) im Vergleich zum Vorjahr. Doch im Zehnjahresvergleich ist der Schweinebestand um 22,5 Prozent geschrumpft – ein Rückgang um 6,1 Millionen Tiere.
Die Zahl der Schweinehalter sank gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent (550 Betriebe). Anfang Mai 2024 waren noch 14.700 Schweinebetriebe aktiv. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich ihre Anzahl sogar um 40 Prozent verringert – ein Verlust von 9.800 Betrieben. Trotz der geringeren Anzahl sind die verbleibenden Betriebe größer geworden: 2024 hielt jeder Schweinebetrieb im Durchschnitt 1.400 Tiere, gegenüber 1.100 im Jahr 2016.
Der Rinderbestand in Deutschland lag Anfang Mai 2024 bei etwa 10,4 Millionen Tieren – nahezu unverändert zum Vorjahr mit einem minimalen Plus von 0,2 Prozent (17.200 Tiere). Doch auch hier zeigt der Zehnjahresvergleich einen Rückgang: 17,6 Prozent weniger Rinder, was einem Schwund von 2,2 Millionen Tieren entspricht.
Die Daten zeigen einen klaren Trend: Es gibt weniger, aber größere Schweinebetriebe in Deutschland. Zwar stieg die Zahl der Schweine im vergangenen Jahr leicht an, doch der langfristige Rückgang hält an. Beim Rindfleischbestand gab es kaum Veränderungen zum Vorjahr, doch auch hier setzt sich der jahrelange Abwärtstrend fort.
