Die Linke wählt neue Führung und positioniert sich klar zum Gaza-Konflikt
Tomislav PaffrathDie Linke wählt neue Führung und positioniert sich klar zum Gaza-Konflikt
Die Linke hat auf ihrem jüngsten Parteitag in Potsdam eine neue Führung gewählt. Luigi Pantisano wurde mit knapp über 53 Prozent der Stimmen zum Co-Vorsitzenden gewählt, während Ines Schwerdtner mit etwa 86 Prozent der Stimmen in ihrem Amt bestätigt wurde. Beide Kandidaten traten ohne Gegenkandidaten an.
Der dreitägige Parteitag sollte die zukünftige Ausrichtung der Partei bestimmen. Die Delegierten diskutierten die Haltung der Partei zu Israel, insbesondere dessen Rolle im Gaza-Krieg. Ein Kompromiss wurde gefunden, der die Handlungen Israels offiziell als Völkermord einstuft.
Pantisano folgt auf Jan van Aken, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Schwerdtners Wiederwahl fiel besser aus als ihr Ergebnis 2024, als sie rund 80 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Zudem beriet die Partei ihre Strategie für die anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland.
Die Linke hat nun ihre Führung für die nächste Phase etabliert. Die Beschlüsse zu Israels Vorgehen und den künftigen Wahlplänen werden den Kurs der Partei in den kommenden Monaten prägen. Beide Vorsitzenden werden sich darauf konzentrieren, die Rolle der Partei in der politischen Landschaft Ostdeutschlands zu definieren.






