Die Linke wählt neuen Co-Chef und debattiert über Außenpolitik und Diäten-Obergrenze
Sofia ReisingDie Linke wählt neuen Co-Chef und debattiert über Außenpolitik und Diäten-Obergrenze
Die Linke hat am Freitag in Potsdam ihren Bundesparteitag eröffnet. Die dreitägige Veranstaltung wird zentrale Themen behandeln und eine neue Co-Vorsitzende wählen, die an der Seite von Ines Schwerdtner stehen soll.
Die Partei hat in den letzten Jahren deutlich an Mitgliedern gewonnen, insbesondere unter jüngeren und weiblichen Unterstützern. Diese Entwicklung hat Spannungen zwischen langjährigen Mitgliedern und Neuzugängen ausgelöst.
Im Mittelpunkt der Debatten steht die Außenpolitik, vor allem die Haltung der Partei zur israelischen Regierung. Ein weiteres umstrittenes Thema ist die geplante Obergrenze für Abgeordnetendiäten. Dem Vorschlag zufolge könnten Mandatsträger künftig 2.950 Euro monatlich behalten, zuzüglich 350 Euro netto pro Kind oder pflegebedürftigem Angehörigen. Überschüssige Einnahmen sollen in einen sozialen Parteifonds fließen.
Jan van Aken war im April aus gesundheitlichen Gründen als Co-Vorsitzender zurückgetreten, hatte aber betont, dass kein schwerwiegender Anlass zur Sorge bestehe. Bisher hat sich nur der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano als Kandidat für seine Nachfolge beworben. Er strebt an, mindestens 70 Prozent der Delegiertenstimmen auf sich zu vereinen.
Der Parteitag endet mit der Wahl des neuen Co-Vorsitzenden. Zudem werden interne Debatten über politische Inhalte und Finanzregeln geführt. Die Ergebnisse werden die Ausrichtung der Partei in den kommenden Monaten prägen.






