Fair Wohnen: Wie eine Schlichtungsstelle Mietkonflikte ohne Bürokratie löst
Alan JunkFair Wohnen: Wie eine Schlichtungsstelle Mietkonflikte ohne Bürokratie löst
Seit fast fünf Jahren unterstützt die Fair Wohnen-Schlichtungsstelle Mieterinnen und Mieter sowie Vermieter bei kniffligen Wohnungsfragen. Der Service bietet niedrigschwellige, unbürokratische Hilfe für beide Seiten – ganz ohne juristische Hürden. Das rein ehrenamtlich getragene Angebot setzt auf faire Lösungen durch respektvolle und vertrauliche Gespräche.
Die Initiative entstand als Alternative zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten in Mietangelegenheiten. Seit dem Start haben sich 215 Ratsuchende an die Schlichtungsstelle gewandt. Die Beratungen finden im Beratungs- und Begegnungszentrum (BBGZ) in Richtsberg statt, wo Bettina Böttcher-Dutton die Klientinnen und Klienten empfängt.
Mittlerweile besteht das Team aus drei engagierten Freiwilligen: Aileen Hofmann, Leonie Seidler und Böttcher-Dutton. Sie arbeiten eng mit lokalen Partnern zusammen, etwa mit Wohnungsbaugenossenschaften und dem städtischen Wohnungsamt, um fundierte und praxisnahe Ratschläge zu geben. Die Schlichtungsstelle handelt nach dem Grundsatz der Gleichbehandlung – alle Beteiligten werden fair und diskret behandelt.
Anders als bei klassischen Mediationsverfahren verzichtet die Ombudsstelle auf bürokratische Abläufe. Stattdessen setzt sie auf einen direkten, menschenzentrierten Ansatz zur Konfliktlösung. Ob es um Mieterhöhungen, Instandhaltungsstreitigkeiten oder Mietverträge geht: Das Ziel bleibt stets, einen für alle tragbaren Kompromiss zu finden.
Die Fair Wohnen-Schlichtungsstelle stützt sich weiterhin auf das Engagement ihrer ehrenamtlichen Ombudspersonen. Ihr Einsatz schafft eine leicht zugängliche Anlaufstelle für alle, die Unterstützung bei Mietproblemen suchen. Mit 215 durchgeführten Beratungen ist der Service eine stille, aber verlässliche Ressource für die Gemeinschaft.






