14 April 2026, 06:33

Gastronomie protestiert gegen geplante Mehrwertsteuer-Erhöhung ab 2024

Eine Europakarte, die die EU-Umsatzsteuersätze für 2014 mit Prozentangaben und Textbeschriftungen zeigt.

Gastronomie protestiert gegen geplante Mehrwertsteuer-Erhöhung ab 2024

Geplante Steuererhöhung auf Restaurantbesuche löst bundesweiten Widerstand aus

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Ab Januar 2024 soll in Deutschland die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie von 7 auf 19 Prozent steigen – und damit eine Corona-Hilfsmaßnahme aus dem Jahr 2020 rückgängig machen. Besonders in Rödermark formiert sich nun Widerstand gegen die geplante Erhöhung, warnen doch lokale Betriebe vor dramatischen Folgen für die Branche.

Gastronomen, Hoteliers und Café-Besitzer haben sich unter dem Motto "Keine Rückkehr zum höheren Steuersatz" zusammengeschlossen. Sie argumentieren, dass zusätzliche Belastungen viele ohnehin schon angeschlagene Betriebe an den Rand des Ruins treiben könnten. Die Angst ist groß, dass eine Weitergabe der Steuer an die Gäste die Kunden vertreiben und damit Umsätze und Besucherzahlen weiter einbrechen lassen würde.

In Rödermark unterstützen Bürgermeister Jörg Rotter und Till Andrießen, Leiter der Wirtschaftsförderung, die Initiative. In einem offiziellen Schreiben betonen sie, wie wichtig Restaurants und Pensionen als "öffentliche Wohnzimmer" für den sozialen Zusammenhalt sind. Eine weitere finanzielle Belastung dieser Betriebe sei in der aktuellen Wirtschaftslage unverantwortlich, heißt es in dem Papier.

Die Proteste greifen mittlerweile bundesweit um sich: Ähnliche Appelle wurden an die hessische Landesregierung sowie an Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) gerichtet. Die Branche pocht darauf, den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent beizubehalten – besonders nach Jahren der Pandemie-Belastungen.

In dem Schreiben der Kampagne wird gewarnt, dass höhere Abgaben die ohnehin instabile Gastronomie weiter destabilisieren könnten. Ohne ein Umdenken der Politik drohten vielen kleinen Betrieben die Schließung oder weitere Existenznöte. Nun kommt es darauf an, ob die Verantwortlichen die geplante Erhöhung noch einmal überdenken.

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