Gießens Klimabilanz 2024: Weniger Energie, aber mehr CO₂-Ausstoß
Tomislav PaffrathGießens Klimabilanz 2024: Weniger Energie, aber mehr CO₂-Ausstoß
Die Stadt Gießen hat ihren aktuellen Klimaschutz- und Energiebericht veröffentlicht, der für das Jahr 2024 gemischte Fortschritte zeigt. Zwar sank der Gesamtenergieverbrauch leicht, doch die Treibhausgasemissionen stiegen um 4,4 Prozent. Die vollständigen Ergebnisse werden den Bürgerinnen und Bürgern am 27. April 2026 präsentiert.
Im Jahr 2024 verringerte sich der Gesamtenergieverbrauch Gießens um 1,5 Prozent auf 1.875.083 Megawattstunden (MWh). Pro Kopf lag der Verbrauch bei 20,1 MWh. Trotz dieses Rückgangs kletterten die Treibhausgasemissionen der Stadt auf 588.079 metrische Tonnen CO₂-Äquivalente – ein Anstieg von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Mit einem Anteil von 39 Prozent blieb der Verkehrssektor der größte Emittent. Um bis 2035 klimaneutral zu werden, muss Gießen die Pro-Kopf-Emissionen um weitere 54,3 Prozent senken.
Zu den Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit zählt die Verabschiedung eines kommunalen Wärmeplans im Juli 2025. Zudem laufen Schlüsselprojekte wie das Heizkraftwerk PowerLahn und der Ausbau des Busnetzes. Der vollständige Bericht ist online unter www.giessen.de/klimaschutz abrufbar.
Die aktuellen Nachrichten aktuell Gießens zeigen sowohl Herausforderungen als auch laufende Initiativen auf. Um das Ziel für 2035 zu erreichen, muss die Stadt die Emissionsreduktion beschleunigen. Die anstehende öffentliche Präsentation am 27. April 2026 wird weitere Details zu den geplanten Maßnahmen liefern.
Transportemissionen steigen, Solarenergie nimmt in Gießen an Dynamik zu
Neue Daten zeigen einen entscheidenden Faktor für den Anstieg der Gießener Emissionen im Jahr 2024 auf. Die Emissionen des Verkehrssektors stiegen um 10 %, während die Solar-Kapazität um 22 % auf fast 50.000 kWp erweitert wurde. Von 1990 bis 2024 sanken die Emissionen pro Kopf um 45,7 %, aber die jährlichen Reduzierungen müssen nun 49.100 Tonnen jährlich betragen, um die Neutralitätsziele für 2035 zu erreichen.