Goslar testet Tempo 30 in Ohlhof – mehr Sicherheit oder nur ein Experiment?
Tomislav PaffrathGoslar testet Tempo 30 in Ohlhof – mehr Sicherheit oder nur ein Experiment?
Goslar führt sechsmonatige Testphase für Tempo 30 in zwei Hauptstraßen des Stadtteils Ohlhof ein
Ab dem 9. April gilt in der Ohlhofbreite und der Kurt-Schumacher-Allee für ein halbes Jahr eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h. Die Testphase soll die Verkehrssicherheit erhöhen und Lärmbelastung verringern – eine Maßnahme, die sowohl von Anwohnern als auch vom Stadtrat unterstützt wird.
Der Versuch folgt auf eine Petition aus dem vergangenen Jahr, in der sich 238 Ohlhofer Bewohner für verkehrsberuhigende Maßnahmen aussprachen. In der neuen Zone gilt die Regel "rechts vor links", sodass Autofahrer Fahrzeuge von rechts vorbeilassen müssen. Während der Testphase werden weder Blitzer noch andere Kontrollinstrumente eingesetzt.
Ziel der Stadt ist es, die durchschnittliche Geschwindigkeit auf 36 km/h zu senken – ein Wert, der von nicht mehr als 15 Prozent der Fahrer überschritten werden soll. Regelmäßige Verkehrserhebungen sollen die Einhaltung überwachen und die Auswirkungen der Maßnahme bewerten. Falls die Ergebnisse überzeugen, könnte das Tempo-30-Limit dauerhaft eingeführt werden.
Sowohl der Ohlhofer Nachbarverein als auch der Goslarer Stadtrat befürworten das Projekt. Die Verantwortlichen erhoffen sich durch die reduzierte Geschwindigkeit mehr Sicherheit im Straßenverkehr und eine höhere Lebensqualität für die Anwohner.
Die Testphase läuft bis Oktober, wobei kontinuierlich Daten gesammelt werden. Bei Erfolg könnte die Geschwindigkeitsbegrenzung langfristig bestehen bleiben. Wer weitere Informationen benötigt, kann detaillierte Unfallstatistiken bei der Goslarer Polizei oder der Landespolizei Niedersachsen anfordern.






