Halle (Saale) prüft dringend seine maroden Brücken nach Dresdner Einsturz
Tomislav PaffrathHalle (Saale) prüft dringend seine maroden Brücken nach Dresdner Einsturz
Halle (Saale) ergreift dringende Maßnahmen zur Überprüfung seiner alternden Brücken nach dem Einsturz der Dresdner Carola-Brücke. Die Stadt hat beschleunigte Inspektionen der eigenen Bauwerke angeordnet, mit besonderem Fokus auf Spannbetonkonstruktionen. Laut Behörden bestehe an der Franckeplatz-Brücke zwar keine akute Gefahr, doch langfristige Planungen hätten nun Priorität.
Die beiden Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz sollen bis 2029 abgerissen werden. Ihre Nutzungsdauer ist abgelaufen, und das Gelände ist für das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation vorgesehen – ein Millionenprojekt. Die Bauwerke über Saale und Elisabethsaale werden bei Bedarf durch baugleiche Konstruktionen ersetzt.
Auch die Hochstraße am Franckeplatz, die wichtigste Brückenverbindung der Stadt, steht unter Beobachtung. Die Spannbetonkonstruktion weist zwar keine sichtbaren Mängel auf, doch Oberflächenrisse könnten auf tiefere Schäden hindeuten. René Rebenstorf, Halles Stadtdirektor für Stadtentwicklung, betonte, die Brücke sei derzeit statisch stabil und berge keine unmittelbare Gefahr.
Die Stadt setzt auf engmaschige Kontrollen, da innere Schäden in Spannbeton ohne sichtbare Anzeichen nicht erkennbar sind. Ein umfassendes Gesamtkonzept für die Strecke muss noch erarbeitet werden, um zukünftige Anforderungen zu erfüllen. Der Abriss der Riebeckplatz-Brücken schafft Platz für ein großes neues Vorhaben. Die Franckeplatz-Brücke bleibt zwar sicher, erfordert aber kontinuierliche Überwachung. Halle ist entschlossen, eine nachhaltige Lösung für seine lebenswichtigen Verkehrsverbindungen zu finden.
