Hamburgs Jugendhilfe in der Krise: Ombudsstelle und Kita-Büro sollen fusionieren – doch das Geld fehlt
Gordana GnatzHamburgs Jugendhilfe in der Krise: Ombudsstelle und Kita-Büro sollen fusionieren – doch das Geld fehlt
Hamburgs Bildungsbehörde plant Zusammenlegung der Jugendombudsstelle mit neuem Kita-Büro
Die Hamburger Bildungsbehörde beabsichtigt, die Ombudsstelle für Jugendliche mit einer neu zu schaffenden Stelle für Kindertageseinrichtungen zusammenzulegen. Dieser Schritt würde eine erneute Ausschreibung nach sich ziehen. Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat bereits Bedenken gegen die geplante Reform geäußert.
Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit Hamburg (VKJH) unterstützt seit Jahrzehnten das Jugendhilfesystem der Stadt. Seine 2018 eingerichtete OHA!-Anlaufstelle für Kinder- und Jugendrechte bearbeitet jährlich rund 300 Beratungsfälle und thematisiert öffentlich zentrale Fragen der Jugendhilfe.
Doch nun droht dem VKJH wegen unsicherer Finanzierung die Schließung. Die Mittel reichen nicht einmal für die Deckung der grundlegenden Verwaltungskosten. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, benötigt der Verband jährlich zusätzliche 120.000 Euro – für eine Geschäftsführung und eine administrative Kraft.
Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, müsste die Organisation ihre 17 Einrichtungen und 27 Projekte an die Bezirksämter abgeben. Offene Angebote für Kinder und Jugendliche in der Stadt leiden seit Langem unter chronischer Unterfinanzierung.
Die geplante Zusammenlegung und Neuausschreibung könnte die bestehende Ombudsstelle zerschlagen. Scheitert die Finanzierungssicherung, steht der VKJH vor dem Aus. Seine Schließung würde eine Lücke in Hamburgs Jugendförderung hinterlassen.






