Hessen erlebt Sportboom bei Kindern – doch nicht alle Vereine profitieren
Sofia ReisingHessen erlebt Sportboom bei Kindern – doch nicht alle Vereine profitieren
Sportbeteiligung in Hessen zeigt bemerkenswerte Veränderungen im vergangenen Jahr
Die Teilnahme am Sport in Hessen hat im letzten Jahr deutliche Veränderungen erfahren. Während die Mitgliedszahlen bei Kindern und Jugendlichen stiegen, blieben einige langjährige Trends stabil. Vereine und Fachverbände in der Region verzeichneten ein gemischtes, aber überwiegend positives Wachstum.
Im vergangenen Jahr gab es rund 37.000 neue Mitgliedschaften von unter 18-Jährigen in Hessen – ein Plus von 6 Prozent. Besonders stark stieg die Zahl der Mädchen unter sechs Jahren: Hier gab es einen Anstieg um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. National gesehen verzeichneten 40 der 60 hessischen Sportfachverbände Zuwächse, wobei viele von ihnen die pandemiebedingten Verluste wieder ausglichen.
Frankfurt hob sich mit der höchsten durchschnittlichen Vereinsgröße in Hessen hervor: Dort zählt ein Verein im Schnitt 705 Mitglieder. Die Stadt verzeichnete auch das stärkste Mitgliedschaftswachstum mit einem Plus von 12,3 Prozent. Eintracht Frankfurt spielte dabei eine zentrale Rolle und steuerte 24.600 der 32.000 neuen Mitglieder bei, die der Frankfurter Sportbund hinzugewann.
Der Sportkreis Main-Kinzig unterstützt die meisten Vereine in Hessen – insgesamt 545 angeschlossene Verbände. Dennoch sank die Gesamtzahl der dem Landessportbund Hessen angehörigen Vereine auf 7.444. Ein durchschnittlicher Verein in der Region hat etwa 290 Mitglieder. Die Geschlechterverteilung unter den Mitgliedern blieb über die Jahre hinweg nahezu unverändert: 59 Prozent Männer und 41 Prozent Frauen.
Die Daten zeigen ein starkes Wachstum bei der Jugendsportbeteiligung und den Vereinsmitgliedschaften in zentralen Bereichen. Frankfurts Vereine führen sowohl in Größe als auch bei der Expansion, während kleinere Verbände in der gesamten Region weiterhin aktiv sind. Zwar ist die Gesamtzahl der angeschlossenen Vereine zurückgegangen, doch viele Fachverbände holen verlorene Mitglieder wieder zurück.
