Hessen-Express und Wallauer Kurve sollen Pendler zwischen Wiesbaden und Frankfurt entlasten
Sofia ReisingHessen-Express und Wallauer Kurve sollen Pendler zwischen Wiesbaden und Frankfurt entlasten
Großes Schienenausbauprojekt könnte Reisen zwischen Wiesbaden und Frankfurt revolutionieren
Schon bald könnte ein bedeutendes Bahnprojekt die Verbindungen zwischen Wiesbaden und Frankfurt grundlegend verbessern. Der Hessen-Express, kombiniert mit der neuen Wallauer Kurve, verspricht bereits ab 2015 schnellere und umweltfreundlichere Fahrten. Nach Angaben von Verantwortlichen soll das Vorhaben den Druck auf überlastete Straßen verringern und die Reisezeiten deutlich verkürzen.
Die Wallauer Kurve ist eine geplante Verbindung zwischen der ICE-Strecke nach Wiesbaden und dem Frankfurter Flughafen. Sie wird eine direkte Route von Wiesbaden über den Flughafen bis nach Darmstadt schaffen. Dieser Abschnitt wurde nun in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen – ein wichtiger Meilenstein für das Projekt.
Mit dem Hessen-Express auf dieser neuen Strecke könnte die Fahrt von Wiesbaden zum Frankfurter Flughafen nur noch 14 Minuten dauern. Die gesamte Strecke bis zum Frankfurter Hauptbahnhof würde auf 28 Minuten sinken – und das völlig emissionsfrei. Ziel ist es, die Bahn für Pendler und Reisende deutlich attraktiver als das Auto zu machen.
Die Autobahn A66 leidet seit Jahren unter starkem Verkehr, besonders in den Stoßzeiten kommt es häufig zum Stillstand. Auch die angrenzenden Vororte kämpfen mit Staus und Luftverschmutzung. Dr. Patricia Eck von der SPD betont, der Hessen-Express biete eine Lösung und könne Autofahrer zum Umstieg auf die Schiene bewegen.
Die Vorplanungen für die Strecke sind fast abgeschlossen. Noch unklar ist jedoch, ob in der ersten Phase ein Halt in den östlichen Wiesbadener Vororten realisiert wird. Dr. Eck unterstreicht, dass die frühe Einbindung dieses Halts die Anwohner von Anfang an besser bedienen würde.
Der Hessen-Express und die Wallauer Kurve könnten bereits 2015 in Betrieb gehen und eine schnellere, sauberere Alternative zur überlasteten A66 bieten. Wird der Halt in den östlichen Vororten genehmigt, hätte die Linie direkten Anschluss für tausende Pendler. Der Erfolg des Projekts könnte davon abhängen, wie gut Geschwindigkeit und lokale Anbindung in Einklang gebracht werden.






