Hessen startet "Crashkurs" für Fahranfänger an Schulen gegen Risikofahrten
Sofia ReisingHessen startet "Crashkurs" für Fahranfänger an Schulen gegen Risikofahrten
Ein neues Verkehrssicherheitsprojekt hält Einzug in Hessens Schulen. Unter dem Namen "Crashkurs" richtet sich das Programm an junge Fahranfänger und zielt darauf ab, ihr Risikobewusstsein im Straßenverkehr nachhaltig zu verändern. Am 13. Februar 2023 fand die erste Veranstaltung an der Theo-Koch-Schule in Grünberg statt – rund 120 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe nahmen teil.
Mit eindrucksvollen Bildern realer Verkehrsunfälle und persönlichen Berichten von Einsatzkräften konfrontierte der "Crashkurs" die Jugendlichen bewusst mit den dramatischen Folgen leichtsinnigen Fahrverhaltens – noch bevor sie selbst den Führerschein erwerben. Im Anschluss an die Präsentation vertieften die Teilnehmenden in Workshops ihre Eindrücke und diskutierten über das Gesehene.
Hinter der Initiative steht eine enge Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr, Rettungskräften und Lehrkräften. Sowohl Staatssekretär Martin Rößler als auch der Präsident der hessischen Polizei, Torsten Krückemeier, besuchten die Auftaktveranstaltung in Grünberg und unterstrichen damit die Bedeutung des Projekts. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen, um den "Crashkurs" 2023 an weitere Schulen in Mittelhessen zu bringen.
Schulen, die Interesse an einer eigenen Veranstaltung haben, können sich per E-Mail an [email protected] wenden. Das Programm knüpft an frühere Maßnahmen an, darunter eine kürzliche Aktion an der Werner-von-Siemens-Schule in Wetzlar, an der etwa 140 Schülerinnen und Schüler teilnahmen.
Mit schonungslosen Aufklärungsformaten spricht der "Crashkurs" gezielt unfallgefährdete Fahranfänger an. Durch die direkte Zusammenarbeit mit Schulen erhofft sich die Polizei, die Unfallzahlen unter jungen Autofahrern zu senken. Ob das Projekt flächendeckend ausgebaut werden kann, hängt maßgeblich von der weiteren Unterstützung durch Bildungseinrichtungen und Rettungskräfte ab.






