Hessen sucht Lösungen für den Fachkräftemangel bis 2026
Hessischer Zukunftsdialog 2026: Fachkräftesicherung im Fokus
In Fulda fand der Hessische Zukunftsdialog 2026 statt, bei dem Expertinnen und Experten gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen im Bereich Fachkräfte erarbeiteten. Veranstaltet vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales sowie dem IWAK der Goethe-Universität Frankfurt, stand die Tagung im Zeichen praxisnaher Ansätze für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Regionen.
Im ersten Themenschwerpunkt „1946 bis 2026 – Tradition und Moderne“ wurden am Vormittag Erfolgsbeispiele bei der Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte vorgestellt – darunter Best-Practice-Modelle des Klinikums Fulda und des Unternehmens Resopal.
Am Nachmittag lag der Fokus auf beruflicher Mobilität. Diskutiert wurden Chancen für Branchenwechsel und berufliche Neuorientierung. Zudem wurde der Einfluss künstlicher Intelligenz auf Karrierewege hochqualifizierter Frauen analysiert, insbesondere mit Blick auf neue Anforderungen an Personalverantwortliche und IT-Berufe.
Dr. Christa Larsen, Direktorin des IWAK, benannte zentrale Erfolgsfaktoren für die Fachkräftesicherung: Integration, Weiterbildung, berufliche Flexibilität und moderne Arbeitsorganisation. Heike Hofmann, Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, betonte, dass engagierte Beschäftigte, zukunftsorientierte Unternehmen, starke Regionen und verlässliche Unterstützungsstrukturen die Grundlage für nachhaltige Lösungen bilden. Als wichtiger Akteur wurde das WELCOMECENTER Hessen hervorgehoben, das Neuankömmlinge in der Region begleitet.
Hessen steht vor großen Herausforderungen: Demografischer Wandel, Digitalisierung, wirtschaftlicher Strukturwandel und sich verändernde Qualifikationsanforderungen prägen den Fachkräftemangel. Die Veranstaltung markierte zugleich mehr als ein Jahrzehnt der Zusammenarbeit zwischen Ministerium und Goethe-Universität Frankfurt im Rahmen der Zukunftsdialog-Initiative.






