IKEA setzt auf kleinere Filialen – und revolutioniert damit sein Geschäftsmodell
Alan JunkIKEA setzt auf kleinere Filialen – und revolutioniert damit sein Geschäftsmodell
IKEA ändert seine Filialstrategie und setzt künftig auf kleinere Verkaufsflächen. Die Neuausrichtung ist eine Reaktion auf rückläufige Umsätze, veränderte Kaufgewohnheiten der Verbraucher und die Konkurrenz durch Online-Plattformen wie Temu. Das Unternehmen plant, weltweit 20 dieser kompakteren Läden zu eröffnen – weitere sollen später folgen.
Der erste dieser kleineren Standorte hat bereits in Ingolstadt, Bayern, seine Türen geöffnet. Weitere Filialen werden in ganz Deutschland folgen. Jeder neue Standort wird etwa 2.950 Quadratmeter umfassen – deutlich weniger als die herkömmlichen 35.000-Quadratmeter-Märkte.
Die kompakteren Läden dienen als Ausstellungsräume und Beratungszentren. Sie werden rund 2.650 Artikel für den direkten Mitnahmeverkauf vorrätig haben und 1.000 weitere Produkte zur Bestellung präsentieren. Ein beträchtlicher Anteil der Käufe wird weiterhin online getätigt, was den wachsenden Trend zum digitalen Einkauf widerspiegelt.
Allein in Deutschland belaufen sich die Online-Umsätze bereits auf knapp 1,5 Milliarden Euro – das entspricht einem Viertel des gesamten Einzelhandelsumsatzes von IKEA. Das neue Konzept ermöglicht es dem Unternehmen, auch in Märkte vorzudringen, in denen große Filialen nicht praktikabel wären. Gleichzeitig hilft es IKEA, sich an einen schwächelnden Möbelmarkt und sich wandelnde Kundenwünsche anzupassen.
Die Umstellung markiert einen grundlegenden Wandel in IKEAs Expansionsplänen. Künftiges Wachstum wird vor allem auf den kleineren Filialformaten basieren. Mit diesem Ansatz will das Unternehmen die Erreichbarkeit verbessern und gleichzeitig die Effizienz in einem herausfordernden Einzelhandelsumfeld wahren.
