Kubicki setzt alles auf eine Karte: Rücktritt oder FDP-Neustart nach Parteitagsabstimmung
Tomislav PaffrathKubicki setzt alles auf eine Karte: Rücktritt oder FDP-Neustart nach Parteitagsabstimmung
Wolfgang Kubicki hat klare Bedingungen für seine politische Zukunft gesetzt. Der Vorsitzende der Freien Demokratischen Partei (FDP) wird zurücktreten, falls er die anstehende Abstimmung auf dem Parteitag verliert. Seine Ziele umfassen die Wiederbelebung der Partei und die Erschließung neuer Koalitionsoptionen.
Kubicki bezeichnet sich selbst als sozialliberal. Er ist überzeugt, dass die FDP durch eine Konzentration auf progressive Politik wieder an Zustimmung gewinnen kann. Sein Ziel ist es, die Umfragewerte der Partei auf über zehn Prozent zu steigern.
Ein Einzug in den Bundestag würde die Tür für Koalitionsgespräche öffnen. Kubicki sieht zwei mögliche Partner: eine reformierte CDU/CSU oder eine progressivere SPD. Eine Regierungsbeteiligung schließt er nicht aus, sofern die FDP genug Sitze erringt.
Innerhalb der Partei hofft Kubicki auf Kontinuität. Sollte sein Führungsantrag erfolgreich sein, möchte er, dass Henning Höne als stellvertretender Bundesvorsitzender im Amt bleibt.
Die Abstimmung wird über Kubickis Rolle in der FDP entscheiden. Bei einem Sieg plant er, den Einfluss der Partei wieder aufzubauen und nach Bündnissen zu suchen. Eine Niederlage würde das Ende seiner politischen Laufbahn bedeuten.






