14 March 2026, 18:35

Legendäres Schwabinger 7-Gemälde findet neue Heimat in Bruckmühl

Ein altes Stadtplan von München, Deutschland, auf einem schwarzen Hintergrund, das Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit beschriftetem Text zeigt.

Legendäres Schwabinger 7-Gemälde findet neue Heimat in Bruckmühl

Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte wird bald in Bruckmühl zu sehen sein. Das Mixed-Media-Gemälde Schwabinger 7 des Künstlers Rupert Dorrer zierte einst die Wände der berühmtesten Bar der Stadt, bevor diese schloss. Das Kunstwerk, das nun als Dauerleihgabe zur Verfügung steht, wird am Montag offiziell vom Bürgermeister der Stadt enthüllt.

Die Schwabinger 7 war einst Münchens legendärste Bar und zog mit ihrem lebhaften Flair im Stadtteil Schwabing zahlreiche Besucher an. Bevor das Gebäude in der Feilitzschstraße 7 abgerissen wurde, schuf Dorrer an einer der Wände ein großformatiges Kunstwerk. Das 140 Zentimeter breite und 72 Zentimeter hohe Werk verbindet Schichten von Farbe und Mixed-Media-Elementen auf Holz.

Das Gemälde wurde später versteigert und von Denn's Biomarkt erworben, der heute an der ursprünglichen Stelle ansässig ist. Statt es im Lager zu belassen, stimmte das Unternehmen einer langfristigen Leihgabe an eine Galerie in Bruckmühl zu. Dorrers Werk vermittelt ein Gefühl von Vergänglichkeit und steht damit im krassen Gegensatz zum belebten Stammtisch im Grünen Eck, einem weiteren Schwabinger Kultort.

Das Gemälde findet nun eine dauerhafte Heimat in der Bruckmühler Galerie, wo es ab Montag von Besuchern besichtigt werden kann. Mit dem Umzug bleibt ein Fragment der Münchner Kulturgeschichte erhalten – auch wenn die Bar, die es einst schmückte, längst verschwunden ist. Die Enthüllung durch den Bürgermeister markiert den Beginn des Kunstwerks als öffentlich zugängliches Stück Geschichte.

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