18 June 2026, 12:30

Linke distanziert sich von antisemitischen und stalinistischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Schwerdtner distanziert sich von der Linken Jugend

Linke distanziert sich von antisemitischen und stalinistischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Die Führung der Linken hat sich öffentlich von umstrittenen Äußerungen distanziert, die Mitglieder ihres Jugendverbandes Linksjugend [’solid] getätigt haben. Die Aussagen, die antisemitische Sprache sowie Lob für historische Diktatoren enthielten, haben innerhalb der Partei Empörung ausgelöst.

Laut Berichten veröffentlichten Mitglieder der Linksjugend [’solid] beleidigende Inhalte in einem internen Forum. Dazu gehörte ein Bild der israelischen Flagge mit dem Schriftzug „Tod Israel“. In anderen Diskussionen wurde im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg von „israelischen Konzentrationslagern“ und einem „israelischen Völkermord im Namen des Judentums“ gesprochen.

Einige Mitglieder priesen zudem den ehemaligen sowjetischen Diktator Josef Stalin sowie den verstorbenen chinesischen Führer Mao Zedong. Diese Vorfälle zogen umgehende Verurteilungen durch die Parteispitze nach sich, die jede positive Bezugnahme auf Stalinismus, die DDR oder Antisemitismus entschieden ablehnt.

Die Berliner Co-Vorsitzenden der Linken bezeichneten die Äußerungen als „beschämend und inakzeptabel“ und forderten umgehende Konsequenzen. Der Fraktionsvorsitzende in Thüringen schloss sich dieser Kritik an und verlangte eine klare Verurteilung auf dem kommenden Bundesparteitag.

Die Linke hat Ermittlungen zu den Vorwürfen eingeleitet und pocht auf Konsequenzen, während sich der Jugendverband von den Vorfällen distanziert. Die Partei betonte erneut ihren „entschiedenen Bruch mit dem Stalinismus“ und verurteilte alle antisemitischen und unmenschlichen Positionen. Auch mehrere Landespolitiker zeigten sich empört. Die Untersuchungen und möglichen disziplinarischen Maßnahmen laufen noch.

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