18 March 2026, 04:29

Lufthansa bietet neuen Rentenkompromiss – doch beenden die Piloten den Streit?

Schwarzes und weißes Foto von zwei Männern in einem Cockpit; einer sitzt im Pilotensitz und trägt eine Uniform, der andere steht neben ihm und hat einen ernsten Gesichtsausdruck.

Lufthansa schlägt neues Pilotenrente-Verde - Lufthansa bietet neuen Rentenkompromiss – doch beenden die Piloten den Streit?

Lufthansa legt neuen Rentenkompromiss vor, um Pilotenstreit beizulegen

Die Lufthansa hat einen neuen Rentenvorschlag unterbreitet, um den seit Langem schwelenden Konflikt mit ihren Piloten zu entschärfen. Der Plan sieht vor, die Leistungen für Beschäftigte zu sichern, die kurz vor dem Anspruch auf vorzeitige Altersbezüge stehen, während das bestehende System schrittweise abgeschafft wird. Das Angebot der Airline folgt auf wiederholte Streiks der Pilotengewerkschaft, die sich gegen die geplanten Rentenänderungen richten.

Kernpunkt des Lufthansa-Vorschlags ist die Abschaffung des bisherigen Überbrückungsgelds, das Piloten unterstützt, die vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter von 65 Jahren in den Ruhestand gehen. Die Airline argumentiert, dass viele Piloten unter den aktuellen Regelungen ihren Anspruch auf die Überbrückungszahlungen verlieren, wenn sie bis zum regulären Rentenalter weiterfliegen.

Stattdessen schlägt Lufthansa vor, die für das Überbrückungsgeld vorgesehenen Mittel in die betriebliche Altersvorsorge umzuleiten. Durch diese Umstellung könnten die Rentenansprüche der betroffenen Mitarbeiter um bis zu 50 Prozent steigen. Die Airline verweist zudem darauf, dass Konkurrenzunternehmen wie KLM und British Airways bereits auf integrierte Rentensysteme ohne separate Frühverrentungsregelungen umgestellt haben.

KLM vollzog den Übergang zwischen 2021 und 2026, indem das Unternehmen 2022 seine leistungsorientierte Betriebsrente schloss. Seitdem setzt die Airline auf ein hybrides Modell, das Überbrückungszahlungen durch angepasste Ansparraten überflüssig macht. British Airways folgte 2023 mit einem ähnlichen Schritt und führte ein durchschnittsverdienstorientiertes System (CARE) ein, das die Renteneintrittsalter an die staatlichen Vorgaben anpasst.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) reagierte auf die Pläne mit Arbeitskampfmaßnahmen und organisierte bereits zwei Streikwellen im Rahmen des Rentenstreits. Lufthansa betont, dass der neue Ansatz die Airline an branchenübliche Standards angleiche, während gleichzeitig die Ansprüche älterer Piloten, die kurz vor der Anspruchsberechtigung stehen, gewahrt blieben.

Der Lufthansa-Plan sieht vor, das Überbrückungsgeld für die Frühverrentung schrittweise abzuschaffen, dafür aber die Gesamtbeiträge zur Altersvorsorge für langjährige Piloten zu erhöhen. Das Modell orientiert sich an Systemen, die bei anderen großen europäischen Airlines bereits etabliert sind. Wie der Konflikt weitergeht, hängt nun von der Reaktion der Gewerkschaft und möglichen weiteren Verhandlungen ab.

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