24 March 2026, 10:33

Mainzer Staatstheater inszeniert Die Dreigroschenoper mit neuem Charme und Witz

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Mainzer Staatstheater inszeniert Die Dreigroschenoper mit neuem Charme und Witz

Das Mainzer Staatstheater bringt Die Dreigroschenoper mit frischem, spielerischem Charme auf die Bühne

Unter der Regie von Jan Neumann inszeniert das Mainzer Staatstheater Brechtens Klassiker neu – eine Mischung aus Satire und selbstironischem Witz, die Die Dreigroschenoper zu einem Abend voller scharfsinniger Pointen und theatralischer Brillanz macht. Beim Premierenpublikum kam die Produktion so gut an, dass es mit langem Applaus belohnt wurde – ein Beweis für die zeitlose Faszination des Stücks.

Im Mittelpunkt steht Mackie Messer, der berüchtigte Ganove, den Henner Momann mit vielschichtiger Präsenz verkörpert. Mit mächtigen Verbündeten wie Polizeichef Tiger Brown (gespielt von Holger Kraft) bewegt er sich durch Londons Unterwelt. Seine Heirat mit Polly, der Tochter des Bettlerkönigs Jonathan Peachum, entfacht einen Konflikt, da Peachum die Verbindung strikt ablehnt. Die Inszenierung spielt bewusst mit den Widersprüchen in Brechts eigenem Erbe und verwebt seine politischen Ideale mit unternehmerischem Geschick zu einem klugen Bühnenkommentar.

Besonders herausragend ist Anika Baumann, die in mehreren Rollen glänzt – von Brecht selbst bis hin zu Münzmatthias – und jede Figur mit präzisem komischem Timing zum Leben erweckt. Ihr Sopran in der Moritat von Mackie Messer als Mackie Messer entwickelte sich zum Höhepunkt des Abends und fesselte das Publikum. Die mitreißende Energie des Ensembles, kombiniert mit der lebendigen Musik des Orchesters, hielt die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in Atem.

Schon vor der Premiere stimmte das Theater mit einer Lichtinstallation während der Mainzer Lichter am 27. September auf die Aufführung ein: Brechts Worte erleuchteten die Fassade und setzten den Ton für die Produktion. Aufgrund des Erfolgs sind vier weitere Vorstellungen für 2025 geplant, mit Ticketpreisen zwischen 17,50 und 45,50 Euro – inklusive eines Getränkeguthabens. Zudem steht am 2. April 2026 eine zusätzliche Aufführung im Großen Haus auf dem Programm.

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Diese Neuinszenierung der Dreigroschenoper hat sich als absolutes Muss etabliert – eine gelungene Verbindung aus Humor, Musik und Brechts markanter Gesellschaftskritik. Mit Evergreens wie der Moritat von Mackie Messer oder Die Seeräuber-Jenny, die weltweit nachhallen, bleibt das Stück so aktuell wie eh und je. Die Interpretation des Mainzer Ensembles hinterlässt einen bleibenden Eindruck, der noch lange nach dem letzten Vorhang nachwirkt.

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