11 March 2026, 12:31

Migros gibt auf: Tegut-Filialen wechseln nach Jahren des Kampfes zu Edeka

Eine alte Werbung für einen Friedlander-Laden in Deutschland, der ein Gebäude mit Text darauf zeigt.

Migros trennt sich von Tegut - Edeka übernimmt Filialen - Migros gibt auf: Tegut-Filialen wechseln nach Jahren des Kampfes zu Edeka

Schweizer Händler Migros zieht sich nach Jahren des Kampfes vom deutschen Markt zurück. Die Firma hat sich darauf geeinigt, ihre Supermarktkette Tegut an Edeka zu verkaufen. Rund 200 Filialen wechseln damit zum deutschen Genossenschaftskonzern – und sichern so Arbeitsplätze sowie den Fortbestand der Standorte.

Gegründet wurde Tegut 1947 in Fulda und später, 2013, von Migros übernommen. Im Laufe der Zeit wuchs die Kette auf über 300 Supermärkte an, vor allem in Hessen, mit etwa 7.700 Beschäftigten. Doch Migros kämpfte in Deutschland mit sinkenden Umsätzen und anhaltenden Schwierigkeiten.

Versuche, Tegut außerhalb des deutschen Einzelhandelssektors zu veräußern, scheiterten. Nun springt Edeka ein und plant, rund 200 Standorte – größtenteils in Hessen – zu übernehmen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt; die finanziellen Details bleiben vertraulich.

Unklar ist indes die Zukunft der verbleibenden Tegut-Filialen, die nicht Teil der Edeka-Vereinbarung sind. Ohne Käufer drohen diesen Standorten Schließungen oder weitere Umstrukturierungen.

Die Übernahme durch Edeka stellt sicher, dass viele Tegut-Märkte geöffnet bleiben und die Mitarbeiter ihre Jobs behalten. Der Deal markiert das Ende von Migros' Engagement in Deutschland nach Jahren schwindender Performance. Bevor der Übergang vollzogen wird, steht jedoch noch die endgültige Freigabe durch die Aufsichtsbehörden aus.

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