Offenbachs Yachthafen-Pachtpläne stehen plötzlich auf der Kippe
Die Stadtverwaltung Offenbachs überdenkt ihre Pläne, den Yachthafen im Offenbacher Hafen zu verpachten. Die Entscheidung folgt auf wochenlange öffentliche Debatten über das Vergabeverfahren. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke hat nun signalisiert, dass der Vorschlag möglicherweise noch vor der entscheidenden Abstimmung am 24. April zurückgezogen wird.
Das ursprüngliche Pachtverfahren geriet in die Kritik, nachdem Details bekannt wurden, die eher auf ein Bauprojekt als auf einen einfachen Mietvertrag hindeuteten. Die Bedenken wuchsen, als Anwohner und lokale Initiativen die Transparenz des Vorhabens infrage stellten. Zwar haben sich in den letzten Wochen keine konkreten Interessengruppen öffentlich gegen den Plan ausgesprochen, doch die Diskussionen veranlassten die Stadt, ihre Vorgehensweise intern zu überprüfen.
Oberbürgermeister Schwenke räumte mögliche Schwächen im aktuellen Verfahren ein und bestätigte, dass die Stadt bereit sei, einen Schritt zurückzutreten. Er betonte, dass das Projekt keiner dringenden Frist unterliege – ein Rückzug würde daher weder weitere Planungen beeinträchtigen noch dem Ruf der Stadt schaden. Sollte der Antrag zurückgezogen werden, entfiele er auch von der Tagesordnung der Stadtratssitzung am 25. April.
Um offene Fragen zu klären, vereinbarten Schwenke und Daniela Matha, Geschäftsführerin der Mainviertel GmbH, die Gespräche zu verlängern. Matha wies darauf hin, dass einige zentrale Punkte erst kürzlich aufkamen und in früheren Verhandlungen keine Rolle spielten. Die Verzögerung soll der Mainviertel GmbH und den betroffenen Parteien mehr Zeit geben, Sachverhalte zu klären, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.
Der Magistrat wird am 24. April darüber abstimmen, ob das Pachtvorhaben für den Yachthafen fallen gelassen wird. Bei einem Rückzug würde der Plan nicht mehr in die Ratssitzung am Folgetag eingebracht. Die Verantwortlichen betonten, dass der weitere Dialog Vorrang habe, bevor es zu einer Umsetzung kommt.