René Benko in 18. Strafuntersuchung: Neue Betrugsvorwürfe und Millionen-Umleitungen
Sofia ReisingRené Benko in 18. Strafuntersuchung: Neue Betrugsvorwürfe und Millionen-Umleitungen
René Benko, der umkämpfte Immobilienmilliardär, steht nun bereits in der 18. Strafuntersuchung wegen des Verdachts auf Veruntreuung von Geldern. Die jüngsten Ermittlungen konzentrieren sich auf den Vorwurf des Vertrauensbruchs und Betrugs im Zusammenhang mit Hunderten Millionen Euro. Seit Januar 2025 sitzt er in Untersuchungshaft.
Den Ermittlern zufolge fungierte die Signa Prime Selection wie ein „finanzieller Staubsauger“, der Gelder abzog, die eigentlich für bestimmte Projekte vorgesehen waren. So sollen etwa 120 Millionen Euro, die für die Entwicklung des Bahnhofplatzes bestimmt waren, stattdessen für andere Zwecke umgeleitet worden sein. Ein ähnliches Vorgehen gab es bei einer 187-Millionen-Investition eines saudischen Staatsfonds – davon flossen 181 Millionen an die Muttergesellschaft.
Benkos juristische Probleme beschränken sich jedoch nicht auf diesen Fall. Am Donnerstag steht die Berufungsverhandlung in seinem ersten Prozess wegen betrügerischen Bankrotts an. Parallel laufen seine privaten Insolvenzverfahren, bei denen die Verwalter unter anderem wertvolle Schmuckstücke wie Ringe aus seinem Besitz prüfen.
Sollte Benko verurteilt werden, wäre er der erste Signa-Manager mit einem rechtskräftigen Schuldspruch. Der vom Gericht bestellte Verwalter muss sich weiterhin durch zahlreiche Rechtsstreitigkeiten kämpfen, die mit Benkos finanziellen Zusammenbruch verbunden sind. Die Ergebnisse dieser Verfahren könnten weitreichende Folgen für das gesamte Signa-Imperium haben.
