22 March 2026, 16:30

Rüsselsheim plant Zukunft von 84 Hektar im Westen – Bürgerbeteiligung startet bald

Schwarze und weiße Karte von Stadt Sigra, Deutschland, die ein detailliertes Layout von Gebäuden und Straßen mit Textanmerkungen zeigt.

Rüsselsheim plant Zukunft von 84 Hektar im Westen – Bürgerbeteiligung startet bald

Der Stadtrat von Rüsselsheim bereitet sich darauf vor, die Zukunft von drei großen Flächen im Westen der Stadt zu gestalten. Die insgesamt 84,6 Hektar umfassenden Gebiete sollen im Rahmen einer frühen Bürgerbeteiligung bearbeitet werden, bevor die Bebauungspläne endgültig festgezogen werden. Mit diesem Schritt will die Stadt das städtische Wachstum steuern und gleichzeitig Bürgern sowie Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre Anliegen frühzeitig einzubringen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Mittelpunkt der nächsten Ratssitzung steht die Genehmigung der frühzeitigen Beteiligung für die Gebiete "Mainzer Straße Nord", "Mainzer Straße Süd" und "Rugbyring West". Dieses Verfahren ermöglicht es der Öffentlichkeit und betroffenen Parteien, Stellungnahmen abzugeben, die anschließend in die überarbeitete Fassung der Pläne einfließen werden.

Laut Grundbuchdaten vom März 2026 befinden sich von den 84,6 Hektar bereits rund 32 Hektar (38 %) im Besitz privater Investoren oder Unternehmen. Die Stadt beabsichtigt, mit diesen Eigentümern zusammenzuarbeiten, um die Entwicklung durch Umwidmungen zu lenken und sicherzustellen, dass die Flächen den langfristigen Zielen der Kommune entsprechen.

Auf dem Gelände "Mainzer Straße Süd" entsteht der "grEEn-campus", der neue Unternehmenssitz von Opel/Stellantis. Die beiden anderen Areale sind für Gewerbe, moderne Arbeitswelten und die Schaffung von Arbeitsplätzen vorgesehen. Die ehemaligen Opel-Flächen – etwa 40 Hektar – verfügen bereits über genehmigte Bebauungspläne, die unter anderem Wohnraum für 3.000 Menschen sowie gemischt genutzte Gewerbezonen vorsehen.

Bis zu sechs Hektar der Gesamtfläche könnten für Rechenzentren genutzt werden, während niedrigwertige Nutzungen wie reine Lagerflächen ausgeschlossen werden. Nach Auswertung der Bürgerbeiträge werden die Satzungsbeschlüsse gefasst, die den Plänen volle Rechtskraft verleihen.

Das Vorgehen der Stadt verbindet Bürgerbeteiligung mit strategischer Planung, um brachliegende Flächen neu zu beleben. Nach der Phase der frühen Beteiligung werden die finalen Bebauungspläne den Rahmen für neue Wohnungen, Unternehmen und Infrastruktur setzen. Die ersten rechtlichen Schritte dürften kurz nach der Ratsentscheidung folgen.

Quelle