16 April 2026, 22:32

Russisch-deutsche Kulturtage erobern das digitale Publikum in NRW

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte des russischen Reichs, das geographische Merkmale wie Berge, Flüsse und Städte zeigt, begleitet von Text mit Namen von Orten.

Russisch-deutsche Kulturtage erobern das digitale Publikum in NRW

Russisch-deutsche Kultur gewinnt in Deutschland an Aufmerksamkeit

Trotz der Pandemie, die das öffentliche Leben beeinträchtigt, hat eine neue Online-Veranstaltungsreihe Literatur, Geschichte und Diskussionen einem interessierten Publikum nähergebracht. Die Veranstalter verzeichnen eine starke Teilnahme und ein wachsendes Interesse am kulturellen Erbe der russlanddeutschen Gemeinschaft.

Die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland initiierte die Russisch-Deutschen Kulturtage als Reaktion auf die Lockdown-Beschränkungen. Die Reihe, unterstützt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes, widmet sich den Traditionen und modernen Beiträgen der Russlanddeutschen.

Den Auftakt bildete am 13. Oktober ein Vortrag von Tatjana Schmalz, Doktorandin an der Europa-Universität Viadrina, über die zeitgenössische russlanddeutsche Literatur. Sie stellte Werke von Autoren wie Artur Rosenstern, Eleonora Hummel und Gerhard Sawatzky vor – neben dem Bestseller Wolgakinder (Kinder der Wolga) von Guzel Jachina.

Das Programm umfasst Lesungen, Fachvorträge und virtuelle Diskussionen zu historischen und aktuellen Themen. Die Organisatoren betonen, dass immer mehr russlanddeutsche Künstler und Kulturschaffende hervortreten, deren Werk Literatur, Musik und bildende Kunst umfasst. Aufgrund der großen Nachfrage sind für November und Dezember 2021 zusätzliche Veranstaltungen geplant.

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Die Russisch-Deutschen Kulturtage bieten in Zeiten eingeschränkter Präsenzveranstaltungen eine Plattform für den Austausch über das gemeinsame Erbe. Mit weiteren Terminen festigt die Reihe die Verbindungen zwischen der Gemeinschaft und der breiten deutschen Gesellschaft. Teilnehmerzahlen und Rückmeldungen deuten darauf hin, dass die Veranstaltungen auch künftig ein zentraler Bestandteil des kulturellen Dialogs in der Region bleiben werden.

Quelle