Schülerprojekt für Solarmodule auf Schuldach droht zu scheitern
Schülerinnen und Schüler der Max-Eyth-Schule setzen sich seit Jahren für die Installation von Solarmodulen auf dem Schuldach ein. Ihre Initiative entstand im Rahmen der lokalen Fridays-for-Future-Bewegung. Nun droht dem Projekt eine Absage durch den Gebäudeeigentümer, die Montano Real Estate GmbH.
Die Idee konkretisierte sich, als die Schüler gemeinsam mit ihrem Lehrer Florian Kraft vorschlugen, rund 700 Solarpaneele auf dem Dach der Schule zu installieren. Diese Anlage könnte ein Drittel des Schulstrombedarfs decken oder jährlich 100 Haushalte versorgen. Zudem ließen sich so etwa 160 Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr einsparen.
Die Montano Real Estate GmbH lehnte den Plan Ende 2025 ab. Als Begründung führte das Unternehmen rechtliche Hürden, Vorschriften für Dachbegrünungen und eine ungünstige Wirtschaftlichkeitsrechnung an. Im Mittelpunkt stand dabei das Kostenargument: Selbst erzeugter Solarstrom würde demnach 18 Cent pro Kilowattstunde kosten – im Vergleich zu den derzeitigen 10 Cent, die das Unternehmen zahlt.
Doch eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) widerlegte diese Zahlen. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass kleine Dachanlagen nicht mehr als 14,4 Cent pro Kilowattstunde kosten. Größere Anlagen könnten sogar auf 4 bis 8 Cent sinken. Kraft und die Schüler fordern nun von Montano eine Neubewertung der Entscheidung auf Basis der aktuellen wirtschaftlichen Daten.
Das Unternehmen schloss eine spätere Prüfung zwar nicht aus, setzte aber keinen Termin für weitere Gespräche fest. Bisher wurden weder Alternativvorschläge noch Kompromisslösungen unterbreitet.
Die Absage lässt das Projekt vorerst in der Schwebe. Bei einer Genehmigung könnten die Solarmodule den CO₂-Fußabdruck der Schule deutlich verringern und die Energiekosten senken. Die Schüler und ihr Lehrer setzen sich weiterhin für eine Überprüfung des Vorhabens auf Grundlage der aktuellen Forschungsergebnisse ein.






