Sozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger – doch einige Länder bauen aus
Tomislav PaffrathSozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger – doch einige Länder bauen aus
Deutschlands Sozialwohnungsbestand durchlief 2024 tiefgreifende Veränderungen. Einige Bundesländer bauten ihr Angebot aus, während andere deutliche Rückgänge verzeichneten. Bis Ende 2025 verringerte sich der bundesweite Bestand im Vergleich zum Vorjahr um 20.000 Wohnungen.
Baden-Württemberg verzeichnete mit einem Nettozuwachs von 3.046 Sozialwohnungen die größte Steigerung. Auch Niedersachsen stockte den Bestand um 1.240 Einheiten auf. Nordrhein-Westfalen hingegen meldete den höchsten Verlust: Hier gingen 18.538 Wohnungen verloren. Bayern und Berlin verzeichneten Rückgänge um 2.790 beziehungsweise 2.957 Einheiten.
Bundesweit wurden 57.621 Wohnungen aus den Mietpreisbindungen genommen. Ende 2024 waren noch rund 1,05 Millionen Sozialwohnungen registriert. Zudem entstanden 4.701 neue Plätze in Studenten- und Auszubildendenwohnheimen.
Bau- und Wohnungsbauministerin Verena Hubertz kündigte Maßnahmen an, um den Rückgang aufzuhalten. Sie sagte Bundesmittel in Höhe von 23,5 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bis 2029 zu.
Die insgesamt gesunkene Zahl an Sozialwohnungen unterstreicht die regionalen Unterschiede. Die neuen Fördergelder sollen bezahlbaren Wohnraum stabilisieren und ausbauen. Mit dem finanziellen Engagement der Regierung soll der Abwärtstrend in den kommenden Jahren umgekehrt werden.






